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Oberschule empfohlen

Winsen. Die Grund- und Hauptschule am Ilmer Barg in Roydorf soll Oberschule werden. Das empfahlen jetzt die Mitglieder des städtischen Ausschusses für Schulen und Kindertagesstätten einstimmig. Das sei ein zusätzliches, gutes Angebot für die Winsener Schullandschaft, lobte CDU-Ratsfrau Angelika Teuchert die Initiative der Schule. Man sehe darin eine große Chance, betonte Schulleiterin Maren Kuhlmann in der Sitzung. Der Schülerwunsch sei stark, von einer Haupt- zur Oberschule zu werden.
Weniger euphorisch reagierte Dr. Dieter Bender (SPD) auf die Entwicklung. Die Verwaltung sei vorgeprescht, der Ausschuss werde vor vollendete Tatsachen gestellt, kritisierte Bender. Das Vorhaben hätte in einer Sitzung im Dezember beraten werden müssen. Positiv sei die Aussicht auf eine bessere Versorgung der Schule. Allerdings gehe es nur um eine Umetikettierung, stellte Bender fest. Auch sei die Frage offen, was das Ganze die Stadt koste, wenn die Trägerschaft bei ihr verbleibe. Wer zahle für die Real­schüler?
70 Prozent der Kosten übernehme der Landkreis, den Rest müsse die Stadt tragen, räumte Erster Stadtrat Christian Riech ein. Bürgermeister André Wiese erklärte, dass schnelles Handeln nötig gewesen sei, damit die Schule zum nächsten Schuljahr umgewandelt werden könne. Alles sei in enger Abstimmung erfolgt, die Entscheidung liege aber weiterhin allein beim Stadtrat, der sich am 14. März mit dem Thema befasst.
Der Antrag der Gruppe Grüne/Linke, die Containerlösung in der Kindertagesstätte Scharm­beck durch einen Neubau zu ersetzen, wurde abgelehnt. Seit 2007 beherbergen die Container zwei Krippengruppen. Ein Neubau würde die Stadt etwa eine Million Euro kosten und eine qualitative Verbesserung bedeuten, aber eben nicht mehr Plätze schaffen. Das jedoch sollte vor dem Hintergrund des 2013 einsetzenden Rechtsanspruches auf einen Krippenplatz Priorität haben, argumentiert die Stadtverwaltung. Die CDU sieht das auch so. Die Winsener Liste sprach sich ebenfalls für die Verschiebung des Neubaus aus. SPD und Grüne forderten hingegen, doch endlich den Bedenken der Eltern zu folgen.

 

Bahlburg wächst stetig

po Bahlburg. Mehr als 100 Einwohner aus Bahlburg nahmen jetzt im Dörpshus an der ersten Bürgerversammlung teil, zu der die neue Ortsvorsteherin Ulrike Hermann eingeladen hatte. „Dass so viele Bahlburger gekommen sind, hat mich etwas überrascht und sehr gefreut“, so die Ortsvorsteherin. „Denn Bahlburg zählt zwar zu einer der schönsten, bekanntlich aber nicht zu den größten Ortschaften der Stadt Winsen.“
Die Einwohnerentwicklung stand dann auch gleich auf der Tagesordnung. 726 Menschen leben derzeit in Bahlburg, das über die Jahre ein stetes Wachstum verzeichnet. Aus dem vergangenen Jahr konnte Hermann vier Geburten, drei Sterbefälle und zwei Eheschließungen vermelden. 56 Personen sind aus einer anderen Kommune und 14 aus Winsen zugezogen. Dem stehen 65 Wegzüge gegenüber.
Im Rück- und Ausblick fand die Ortsvorsteherin die Unterstützung von Bürgermeister André Wiese und dem Bahlburger Ratsmitglied Otto Schmidt. Berichtet wurde unter anderem über die Erschließung und Bautätigkeit im Neubaugebiet Meyersberg, wo mittlerweile alle Grundstücke verkauft sind. Dort wurde auch eine neue Bushaltestelle eingerichtet.
Die verkehrliche Anbindung des Ortsteils hat die Busverbindung zwischen Vierhöfen und Winsen (Linie 4410) verbessert. Sie soll zunächst zwei Jahre betrieben werden, wobei die Kosten anteilig getragen werden von dem Landkreis Harburg, der Samtgemeinde Salzhausen, der Gemeinde Vierhöfen und der Stadt Winsen. Die Fahrzeiten sind auf den Fahrplan des Metronom abgestimmt, so dass die Buslinie auch für Berufstätige interessant ist.
Jürgen Stuhtmann vom Arbeitskreis „Ortsumgehung Luhdorf-Pattensen“ erläuterte die Bedenken gegen eine Trassenführung auf Bahlburger Gebiet. An der Ecke Bahlburger Straße/Winkelfeld und an der Bushaltestelle in der Ortsmitte ist jeweils eine neue Straßenlaterne aufgestellt worden. Zu letztgenannter Bushaltestelle gab es im Übrigen verschiedene Anfragen und Anregungen, die auf eine Verbesserung der Verkehrssicherheit abzielten.
Bürgermeister Wiese: „Das war eine gelungene Veranstaltung, sowohl was die Vorbereitung und Organisation betrifft als auch mit Blick auf die Beteiligung. Es wäre sehr schön, wenn es keine einmalige Veranstaltung bliebe.“ Dazu Ulrike Hermann: „Diese Sorge kann ich dem Bürgermeister nehmen. Die Bahlburger Bürgerversammlung wird nach den guten Erfahrungen jetzt wohl immer zum Jahresbeginn ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Ortsteils sein.“

 

Heimatverein freut sich über Mitgliederzuwachs

Ashausen. Eine durchweg positive Bilanz für das abgelaufene Jahr zog der Vorsitzende des Heimatvereins Ashausen, Reinhard Behr (unser Bild), im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins in Behn’s Gasthaus. Besonders im Mitgliederbereich tat sich Erfreuliches, berichtete Behr den über 40 Anwesenden der Versammlung. Waren am Jahresende 2010 noch 166 Mitglieder im Heimatverein aktiv, so konnten innerhalb der vergangenen zwölf Monate „sage und schreibe 60 neue Mitglieder“ gewonnen werden, sodass Ende 2011 insgesamt 226 Mitglieder im Heimatverein tätig waren. „Und auch in diesem Jahr habe wir schon acht neue Mitglieder für den Verein gewinnen können“, berichtete Behr weiter.
Die Arbeit des Heimatvereins war von zahlreichen Aktivitäten geprägt, besonders das Ole Huus stand dabei im Mittelpunkt. Ein Highlight des letzten Jahres waren die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen, das groß von den Mitgliedern gefeiert wurde. Natürlich standen die drei großen Veranstaltungen des Vereins im Vordergrund. Die Aktivitäten beim Flohmarkt, das Weinfest und besonders der beliebte Weih­nachtsmarkt „Kunst und Punsch“ kamen bei der Bevölkerung mehr als gut an.
Auch der Erhalt und die Renovierung des Olen Huus waren ein großes Thema der rührigen Vereinsmitglieder. Im Vorwege hatte Behr Kostenvoranschläge für die Sanierungsmaßnahmen am Olen Huus eingeholt, die sich auf rund 18300 Euro beliefen. Ein Großteil dieser Kosten wird gedeckt von einer 3000 Euro-Spende der Sparkasse Harburg-Buxtehude sowie von Kostenzuschüssen anderer Stellen. Nach Einholung der voraussichtlichen Gesamtkosten von über 20000 Euro wird aber auch der Verein einen Teil von rund 2500 Euro übernehmen müssen. „Aber dieses Geld ist gut angelegt, es dient dem Erhalt unseres Olen Huus“, machte Behr abschließend deutlich. Foto: kö

 

Dem Fachkräftemangel gezielt und frühzeitig entgegenwirken

Buchholz. 25 Teilnehmer trafen sich kürzlich zur ersten Sitzung des Arbeitskreises Wirtschaft der Zukunftswerkstatt Buchholz im Gymnasium am Kattenberge. Sie diskutierten über Ausstattung und Inhalte der Zukunftswerkstatt, über die Motivation der Kinder und Jugendlichen und besprachen ihre eigenen Möglichkeiten, sich in der Zukunftswerkstatt einzubringen.
Die Zukunftswerkstatt Buchholz will einen außerschulischen Lernort in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für die Kinder und Jugendlichen des Landkreises Harburg errichten und sie so zusätzlich zum Schulunterricht an naturwissenschaftliche und technische Themen heranführen und hierfür begeistern. Einerseits soll die Lern- und Forschungsfreude bei Kindern und Jugendlichen geweckt und so der Mehrwert von Bildung vermittelt werden. Andererseits soll ein Beitrag zur Verringerung des Fachkräftemangels gerade in den MINT-Fächern geleistet und dadurch die Region gestärkt werden.
Dies ist auch wichtig für das Handwerk im Landkreis. „Derzeit haben Jugendliche wenig Interesse an einer Ausbildung im Handwerk“, so Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, „es ist daher sinnvoll, das Interesse schon früh zu wecken.“
Um das Interesse der Kinder und Jugendlichen zu schüren, sollen sie selbst Experimente durchführen und Produkte bauen, die sie dann auch mit nach Hause nehmen können. Den Spaß an eigenständigem Handwerk hatten die Teilnehmer beim Bau von Papierbrücken selbst erlebt. Durch den Erfolg und Teamgeist bei solchen Projekten, den Kinder und Jugendliche in der Zukunftswerkstatt erleben sollen, können sie ihr Selbstbewusstsein stärken und ihr Verständnis für die MINT-Fächer auf- und ausbauen.
Die Unternehmer selbst überlegten, eigene Auszubildende in die Projekte mit einzubeziehen. Der geringere Altersunterschied helfe sicherlich, so der Tenor, mögliche Hemmschwellen bei Kindern und Jugendlichen zu überwinden. Außerdem können sie direkt von den Auszubildenden erfahren, was eine bestimmte Ausbildung beinhaltet und wie der Berufsalltag aussieht.
Die Meinung von Kindern und Jugendlichen soll ebenfalls in die weitere Entwicklung mit einfließen, und so wird die Zukunftswerkstatt in den nächsten Monaten auch einen Termin organisieren, um Themen- und Projektinteressen von diesen zu erfragen. Interessierte Kinder und Jugendliche können sich unter info@zukunftswerkstatt-buchholz.de mit Erlaubnis ihrer Eltern für eine Teilnahme anmelden.

 

Gastwirte reichen Klage ein

Garlstorf. Der Streit um die Waldklause geht in die nächste Runde. Wie der Anwalt der Gaststättenbetreiber, Jürgen Hennemann, mitteilte, hat er jetzt vor dem Landgericht in Lüneburg Klage eingereicht.
Wie der WA berichtete, vernichtete ein Brand im Oktober 2010 das Dachgeschoss des beliebten Ausflugsziels. Nach Abschluss der Ermittlungen zur Brandursache gingen die Betreiber Thomas und Doris Vick sofort an die Planungen für den Wiederaufbau. Dabei stellte sich heraus, dass die Kosten für den Wiederaufbau wesentlich höher lagen, als der Gutachter der Versicherung veranschlagt hatte. Seitdem streiten sich Betreiber und Versicherung um die Differenz und damit auch um eine „angemessene“ Abschlagszahlung, mit der die Familie Vick den Wiederaufbau finanzieren will.
„Wer sich einvernehmlich einigen möchte, hätte das inzwischen längst getan“, sagt Hennemann, Fachanwalt für Versicherungsrecht aus Buchholz. Er ist sich sicher, dass die Versicherung versucht, die Betreiber zu „zermürben“, um sie irgendwann mit einem „drittklassigen Vergleichsangebot“ abzufinden. „Wir haben daher zunächst Klage für die bedingungsgemäße Abschlagszahlung eingereicht, zu der die VGH nach ihren eigenen Vertragsbedingungen verpflichtet ist“, teilte er mit. Dabei steht eine Summe von weiteren rund 190000 Euro im Raum. 312000 Euro hatte die Versicherung bereits gezahlt. Wie der WA berichtete, hatte ein Gutachter der Versicherung einen Bruttoneuwertschaden in Höhe von rund 430000 Euro errechnet. Nach Begutachtung des von Familie Vick beauftragten Architekten betragen die Wiederaufbaukosten hingegen rund 800000 Euro. Im weiteren Verlauf des Verfahrens, nachdem auch die jeweiligen Gutachten eingebracht wurden, soll die Klage dann um die tatsächliche Summe des Wiederaufbaus erhöht werden, teilte Hennemann mit.
Christian Worms, Pressesprecher der VGH, teilte auf Anfrage des WA mit, dass die Klage den VGH Versicherungen noch nicht vorliege. Daher könne man den Inhalt nicht kommentieren. Unabhängig davon nehme man aber grundsätzlich keine Stellung zu laufenden juristischen Verfahren. Er verweist darauf, dass der Versicherung zur Bearbeitung des Falls noch Unterlagen fehlen. Entgegen der Aussage des Anwalts seien diese noch nicht bei der Versicherung eingegangen.
Derweil laufen die Arbeiten für den Wiederaufbau weiter – soweit es die Witterung zulässt. Im Frühjahr soll Wiedereröffnung gefeiert werden.

 

 

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