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| Zwölf Konfliktlotsen im Einsatz |
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wa Roydorf. 2007 entstand die Idee, und schon ein Jahr später ließ der Round Table 165 Winsen die Plastiktierchen des traditionellen Entenrennens auf der Luhe für das Projekt „Konfliktlotsen für die Winsener Schulen“ an den Start gehen. Kerstin Gladasch hatte als Schulelternratsvorsitzende der Realschule Roydorf an einem Treffen des Serviceclubs teilgenommen, das Konzept für ein Sozial- und Mediationstraining vorgestellt und damit das Interesse des Round Tables geweckt. Norbert Timm und der frischgewählte Präsident des Serviceclubs, Marc Prüsmann, besuchten jetzt die Realschule Roydorf, um sich dort über die Arbeit der Konfliktlotsen zu informieren. Seit Beginn der Zusammenarbeit wurden die Kosten für die im Frühjahr 2008 und Herbst 2009 durchgeführten Konfliktlotsen-Seminare in Höhe von jeweils rund 830 Euro übernommen. Für das nächste Konfliktlotsenseminar, das die Realschule im Sommer durchführt, steht der Betrag ebenfalls bereit. In der Realschule werden in den achten Klassen jeweils zwölf Schüler zu Konfliktlotsen ausgebildet, die im Streitfall bis zur zehnten Klasse zur Verfügung stehen. Betreut werden die Schüler dabei von den Mediations-Lehrern Doris Zoller und Tanja Gattermann. Dabei erweisen sich laut Doris Zoller auch „Schüler, die nicht unbedingt Vorbilder sind“, als gute Mediatoren. Schließlich seien sie auch diejenigen, „die Konflikte erleben“, und die auf diese Weise wissen, wovon sie sprechen. „Die Schüler kommen in der Pause zu uns“, beschreibt Nadia Bleßner den Normalfall. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass ein Streit meist durch Missverständnisse entsteht. Die Lösung könne aber dauern, „bis zu einer Schulstunde“, sagt die Zehntklässlerin. Damit ist klar, dass die Konfliktprävention in der Schulphilosophie verankert sein muss, denn schließlich kann für die Schüler schon mal eine Unterrichtsstunde ausfallen. Allerdings entwickeln die Konfliktlotsen schnell ein Gefühl dafür, ob es sich wirklich um einen Streit handelt, oder ob da möglicherweise auf einen Stundenausfall spekuliert wird. Marc Prüsmann und Norbert Timm zeigten sich sehr zufrieden mit dem Gewaltpräventionsprojekt in der Realschule. Ganz hat der Round Table sein Ziel aber noch nicht erreicht, denn alle Winsener Schulen sollen für die Konfliktlotsenarbeit begeistert werden. „Drei Schulen in Winsen fehlen noch“, verriet Prüsmann. |
| Konzert im Zeichen der Liebe |
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wa Marschacht. „Willkommen zu unserem Frühlingskonzert, trotz Schneeverwehungen“, begrüßte Chorleiter Stefan Roßberg jetzt rund 125 Besucher zum diesjährigen großen Auftritt des Elbmarsch-Chores Chorios, der ganz im Zeichen der Liebe stand. 18 ausschließlich englischsprachige Liebeslieder von den Beatles über Fats Domino bis hin zu Billy Joel, von melancholisch bis heiter, hatten die 14 Sänger von Chorios in den vergangenen Monaten einstudiert und heimsten damit Riesenapplaus ein. Die vier Sänger und zehn Sängerinnen beeindruckten während ihres Einzugs aus dem Obergeschoss der Ernst-Reinstorf-Schule in die bis auf den letzten Platz gefüllte Aula mit „All You need is Love“. Die Zuhörer hatten sogar die Fensterbänke in Beschlag genommen. Mit „When I fall in Love“, „The Rose“ und „Only You“ ging es dann weiter, bis das Quartett A7, das sich im vergangenen Jahr aus dem Chor gebildet hat, mit „Only Time“, einer jazzigen Version von „Lulu is back in Town“ und dem Klassiker „I´m walking“ die Führung übernahm. Selbst einen kleineren Lapsus der vier beim Anstimmen ihres letzten Liedes, bei dem Chorleiter Roßmann rettend eingriff, verziehen die Zuhörer mit einem Lächeln und zeigten sich begeistert. Klassisch und zauberhaft ging es dann weiter mit Liedern aus „Frühstück bei Tiffany“ und dem „Zauberer von Oz“, bis sich Chorios mit dem fetzigen Flower-Power-Song „California Dreaming“ in die Pause verabschiedete und die Jugendlichen der Schülerfirma Bistro der Ernst-Reinstorf-Schule mit Getränken und leckerem Fingerfood das Zepter übernahmen. Nach der Pause ging es dann mit poppigen Balladen von den Bee Gees, Lionel Ritchie und Billy Joel weiter bis zum großen Finale. „Thank You for the Music“ sagten nicht nur die Zuhörer mit Riesenapplaus, sondern auch die Sängerinnen und Sänger mit dem Gute-Laune-Song von Abba. „Ein ganz toller Abend“, schwärmten viele Besucher, die den Chor kaum von der Bühne lassen wollten und sich bereits auf das Programm im nächsten Jahr freuen. |
| Ehefrauen als Gäste |
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wa Stelle. Zum dritten Mal stand die Zeremonie jetzt auf der Tagesordnung: Die Männer des Kochkurses der Kreisvolkshochschule in Stelle verwöhnten ihre Ehefrauen mit einem exzellenten Menü – und zwar unter der Leitung von Sternekoch Wolfgang Paulmann. Hans-Peter Plasil berichtete dem WA über das Ereignis. Während sich die Männer bereits um 8.30 Uhr einfanden, um rechtzeitig die Speisen auf den Tisch bringen zu können, wurden die Ehefrauen gegen Mittag mit einem Cocktail aus Campari, Orangensaft und Sekt begrüßt. Dazu wurde zunächst als amuse gueule ein „Happy Spoon“ mit Avocado, Mango und Hummer gereicht, gefolgt von einem amuse-bouche Crouton Provencale. Als weitere Speisen wurden dann am Tisch serviert: • Bunte Paprikasuppe mit Schafskäse. • Rehragout im Wan Tan Teig mit pikanter Joghurtsauce. • Cordon bleu von Schellfisch auf Rahmsauerkraut. • Pfefferminzsorbet. • Gebratenes Lammrückenfilet im Kräutercrêpes. • Gries Flammerie mit Orangensauce und Melonenkugeln. • Butterkuchen und Espresso. Die passenden Weine zu den einzelnen Gängen hatte Plasil zusammengestellt, „und sie erfreuten sich guten Zuspruchs“. Diesen Zuspruch, so schmunzelte Plasil, habe es bereits bei den immer wieder erforderlichen Arbeitsbesprechungen gegeben. Überhaupt sei festzustellen, so Plasil weiter, dass nicht nur ein Kochkursus agiert habe, sondern dass aus dem Kursus eine echte Gemeinschaft als Freundeskreis entstanden sei, „dem es Spaß bringt, sich zum Kochen zu treffen“. Und seit dem 70. Geburtstag des Chefs sei die Truppe auch über ihr Outfit eindeutig als „Paulmanns Crew“ zu identifizieren. |
| Ein breiter Konsens bei Müll und Heidewasser |
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wa Tostedt. Ohne Provokationen kann auch eine Kreistagssitzung mitunter recht langweilig sein – zumal, wenn sich bei den wichtigen Themen im Kern alle Fraktionen einig sind. Für eine erste Provokation sorgten einige weibliche Kreistagsabgeordnete und Gleichstellungsbeauftragte aus den Gemeinden bereits kurz vor Beginn der gestrigen Sitzung im Tostedter Hotel Zum Meierhof: Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags protestierten sie gegen die Nutzung der Atomenergie. Nach dem Motto „Kein Krümmel darf bleiben, vernichte jedes AKW“, kredenzten sie den Kreistagsmitgliedern selbstgebastelte Atommeiler aus Schokoküssen und Keksen. In der Folge schlüpfte dann die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen allzu bereitwillig in die Rolle des Provokateurs. Dem Abfallwirtschaftskonzept 2010 bis 2014 verweigerten die Grünen die Zustimmung. Elisabeth Bischoff machte die Kritik an zwei Punkten fest. Auch wenn sie scheinbar rechtens seien, stehe man den Müllverbrennungsverträgen mit Hamburg kritisch gegenüber: Zum einen würden Müllverbrennungsanlagen die Schadstoffe weiträumig in der Luft verteilen, zum anderen würde die Lieferverpflichtung von 30000 Tonnen pro Jahr weiteren Müllvermeidungsanstrengungen entgegenlaufen. Außerdem kritisierten die Grünen einmal mehr, dass die Abnahme von Grünabfällen gemäß dem Willen der CDU weiter kostenlos bleiben wird. Laut Bischoff sei dies „das falsche Signal“. Bei Harald Stemmler (WG) löste die Diskussion nur Verwunderung aus: „Warum haben die Grünen denn dazu keinen Antrag im Fachausschuss gestellt?“, wollte er wissen. Seine Sicht der Dinge: „Nach jahrelangen Kriegszuständen in der Müllpolitik gibt es jetzt eine sehr einvernehmliche Regelung!“ Von Einvernehmen waren die meisten Kreistagsmitglieder auch beim Antrag der CDU/FDP zum Thema Heidewasser ausgegangen – doch auch hier stimmten sechs Abgeordnete der Grünen dagegen. Wie der WA berichtete, will der Landkreis das Land Niedersachsen auffordern, eine länderübergreifende Vereinbarung mit Hamburg zu erarbeiten. Dort soll unter anderem geregelt werden, dass Hamburg nur so viel Trinkwasser fördern darf, wie tatsächlich benötigt wird, außerdem sollen Genehmigungen grundsätzlich auf maximal zehn Jahre befristet werden. Außerdem wird die Erhebung einer örtlichen Konzessionsabgabe angeregt. In der sachlichen Kritik an den zu hohen Hamburger Förderwünschen waren sich alle im Prinzip einig – die Grünen hatten trotzdem etwas auszusetzen. „Was kann ein Staatsvertrag für das bereits laufende Genehmigungsverfahren bewirken?“, fragten sie. Ihr Fazit: Der Antrag komme viel zu spät und mache jetzt nicht wirklich Sinn. |
| Salzhausen: Infosäule soll Ortseingang bereichern |
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wa Salzhausen. Der Gemeinderat Salzhausen hat im Rahmen einer öffentlichen Sitzung in der Dörpschün in Salzhausen wichtige Entscheidungen zum Leit- und Orientierungssystem sowie zum Sondergebiet Biogasanlage getroffen. Zum ersten Punkt wurden Weichen gestellt, zum zweiten Punkt gab es Zustimmung. Nach der ersten Einwohnerfragestunde für die Salzhäuser Bürger sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, den Vertrag für die Uhrensäule mit Werbefläche an der Schlecker-Kreuzung in der Ortsmitte Salzhausens mit einer Hamburger Firma zu kündigen. Stattdessen soll der Firma angeboten werden, die Uhr in den Bereich des ZOB zu verlegen. Außerdem wurde beschlossen, das überarbeitete Konzept für das Leit- und Orientierungssystem nach Bewilligung des Förderantrags umzusetzen. Demnach plant der Gemeinderat das Aufstellen einer Infosäule, auf der etwa 30 ortsansässige Gewerbetreibende aus Salzhausen die Möglichkeit haben, Werbetafeln anzubringen. Dabei rechnet man mit Einnahmen in Höhe von etwa 15000 Euro, die für die Finanzierung genutzt werden sollen. „Das wird eine große Bereicherung für den Ortseingang, die zudem für eine Vereinheitlichung sorgt. Das wird sehr schön”, freute sich Bürgermeisterin Elsabe Rolle. Ratsmitglied Ernst-Hinrich Hornbostel fand aber auch warnende Worte: „Wir müssen uns vorzeitig Gedanken darüber machen, wie eventuelle Fehlsummen aufgebracht werden können.“ Im weiteren Verlauf der Sitzung verabschiedeten die anwesenden Mitglieder des Gemeinderats außerdem einstimmig die 40. Änderung des Flächennutzungsplans, „Sondergebiet Biogasanlage Salzhausen“. Einer Erweiterung steht somit jetzt nichts mehr im Wege. Bevor die Sitzung geschlossen wurde, nutzten die Bürger auch die zweite Einwohnerfragestunde, um noch einmal ausgiebig Fragen zu stellen und Anregungen zu äußern. |



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