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Stabhochsprung trieb Belana Tränen in Augen

Winsen. Als Drama in drei Akten kann man den Verlauf der Hallen-Landesmeisterschaften von Belana Joy Schulz (LG Nordheide/Stammverein TSV Winsen) in Hannover bezeichnen. Am Ende waren aber dann doch alle Tränen getrocknet und ein Landestitel in der Tasche.
Hatte die junge Athletin noch eine Woche zuvor mit 3,10 m ihre Bestleistung um 30 cm an selber Stelle steigern können, ging die 14 Jahre alte Schülerin aus Melbeck nun als Titelfavoritin beim Stabhochsprung Jugend W15 an den Start. Doch die Titelkämpfe begannen für Belana mit einem lauten Knall: Bereits beim Einspringen zerbrach der Stab.
Zwar war schnell für Ersatz gesorgt, doch der Schreck saß tief. Zweimal lief sie bei der Anfangshöhe von 2,40 m einfach durch. Beim dritten Versuch wagte sie es dann und übersprang diese Höhe auch locker, doch dann machte erneut der Stab alles zunichte: Dieser touchierte die Stabhochsprunglatte und riss sie herunter. Damit waren alle drei Versuche ungültig und die Titelträume geplatzt. Enttäuschung pur!
Im allerletzten Wettbewerb der Veranstaltung waren dann aber die Tränen wieder getrocknet und mit einem überraschenden Erfolg über 4x100 m in starken 51,24 sec holte sich Belana gemeinsam mit LG-Läuferinnen Nina Kruse (MTV Tostedt), Jessica Ohde (MTV Tostedt) und Neele Brückner (MTV Obermarschacht) doch noch ihren Landestitel. Diesmal hatten die Nordheide-Mädchen Glück, denn die Favoritinnen der LG Braunschweig verloren den Staffelstab beim letzten Wechsel.
Ebenfalls unbedingt ganz oben auf dem Podest wollte Fynn Paul Timm (LG Nordheide/TSV Winsen) stehen. Zuletzt über 3000 m noch knapp geschlagen, ließ er diesmal nichts anbrennen. Über 1500 m bei der männlichen Jugend U20 übernahm er vom Start an die Führung. Folgen konnte ihm nur Kilian Grünhagen (LG Unterlüß Faßberg Oldendorf). Alle Angriffsversuche des ein Jahr älteren Läufers wurden von Timm abgewehrt. Am Ende siegte der gebürtige Lüneburger in 4:06,41 min knapp vor Grünhagen (4:07,08 min) und hatte damit seinen gewünschten Landestitel und auch die Qualifikation für die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften (DM) in Sindelfingen.
Einen Tag später griff Timm erneut an – diesmal über 800 m. Mit einem starken Finish sicherte sich dort Steffen Brümmer (VfL Löningen) in 1:58,53 min den Sieg vor Fynn Paul Timm, der mit 1:59,05 min auch noch unter der Zwei-Minuten Marke blieb.
Jede Menge Kilometer hinter sich gebracht hatte Lea Madlen Meyer (MTV Laßrönne). Die Landesmeisterin über 60 m bei den Frauen hatte aufgrund des Starts beim Internationalen Hallenmeeting in Chemnitz zunächst auf die 60 m verzichtet. Über 200 m ging sie in Hannover aber bei der weiblichen Jugend U20 in den Startblock. Nach sehr gutem Start konnte sie dort bis Ausgangs der Kurve der Favoritin und Deutschen Meisterin über diese Distanz, Anna-Lena Freese (FTSV Brinkum), auch Paroli bieten. Freese schob sich dann jedoch noch vorbei und gewann in 24,69 sec vor Lea Madlen Meyer in 24,85 sec. Beide haben sich damit aber für die DM qualifiziert.
Ebenfalls Vizemeisterin wurde Jessica Ohde über 300 m bei der Jugend W15. Die von Angela Schirner trainierte Tostedterin gewann ihren Zeitlauf in 43,54 sec.
Im Dreisprung konnte sich Felicia Jegede (TSV Winsen) mit 10,95 m ebenso über einen 2. Platz freuen, wie Neele Brückner im Kugelstoßen. Mit der 3-kg-Kugel stellte Neele eine neue persönliche Bestleistung mit 10,39 m auf.
Zweimal Platz 3 mit neuen persönlichen Bestzeiten gab es für Josefine Meyer-Ranke (Stammverein TSV Winsen). Über 300 m lief sie erstmalig unter 11 min. 10:55,38 min standen am Ende auf der Urkunde. Über 800 m konnte sie mit 2:26,66 min ihre Bestzeit um knapp zwei Sekunden verbessern.
Mit leichtem Fieber absolvierte Dominick Lenzen (TSV Winsen) den Wettkampf bei der männlichen Jugend U20. Über 60 m wurde er in 7,23 sec Vierter. Über 200 m fehlten dann doch die Kräfte und so blieb ein Finaleinzug aus.

 

SaGa-Girls überraschten

Neu Wulmstorf. Über eine etwas unerwartete Vize-Kreismeisterschaft freuten sich die Fußball-U15-Juniorinnen der SG Salzhausen-Garlstorf (SaGa). Für viele waren die Mannschaften aus Fleestedt und Neu Wulmstorf erste Anwärter auf den Titel. Die Neu Wulmstorferinnen wurden diesem Anspruch tatsächlich auch gerecht.
In der Vorrunde behauptete sich TuS Fleestedt punktgleich vor Neu Wulmstorf I und verwies TSV Auetal und Neu Wulmstorf II auf die Plätze. In der anderen Gruppe gewann das Team des JFV Borstel-Luhdorf deutlich vor der SaGa, Stelle und Buchholz/Klecken.
Die SaGa-Mädchen von Trainer Hinrich Bostelmann boten im Halbfinale ihr bestes Spiel und kickten durch Tore von Celine Lühr, Jana Ortmann-Lemberg und Janina Richert die favorisierten Fleestedterinnen mit raus. Annika Bartels bescherte Neu Wulmstorf mit dem Treffer zum 1:0 den Finaleinzug.
Das Endspiel war eine klare Angelegenheit für Neu Wulmstorf. Janina Richert betrieb nach dem 0:3 mit ihrem Tor noch leichte Ergebniskosmetik. „Da uns mit Dorothe Mädge und ­Lisa Klingenspor zwei Stürmerinnen fehlten, haben wir mit einem so guten Abschneiden nicht gerechnet“, freute sich Bostelmann.

 

 

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