Ein Blick von oben auf den Green Eagle in Luhdorf offenbart die Schönheit des Platzes, aber auch die sportliche Herausforderung für die Spieler. Foto: Stefan von Stengel

Team von Green Eagle ist für internationale Golfelite bestens präpariert – PEO auf 5. Juni verschoben

Luhdorf. 2020 wurden die Porsche European Open (PEO) auf Green Eagle wegen der Corona-Pandemie abgesagt. In diesem Jahr schlagen die Stars der Golfszene aber wieder auf dem schwierigen Nord Course des Luhdorfer Golfplatzes ab – allerdings kurzfristig mit einer Verschiebung um zwei Tage nach hinten: Die Porsche European Open 2021 finden neu von Sonnabend, 5. Juni, bis zum Montag, 7. Juni, in Luhdorf statt (siehe Infokasten).
Für das Green-Eagle-Team bedeutet die prestigeträchtige Veranstaltung natürlich eine großartige Werbung. Die weltweite Berichterstattung in Fachmagazinen, in den sozialen Medien sowie die Live-Übertragungen im Fernsehen bringen dem Luhdorfer Platz reichlich Anerkennung ein. Schließlich werden überhaupt nur zwei Turniere der European Tour auf deutschem Boden ausgespielt, und eines davon eben auf Green Eagle.
Der Nord Course von Green Eagle, der sich über 86 Hektar erstreckt und mit 7057 Metern Länge zu den zehn längsten Plätzen der Welt zählt, wird die Profis in diesem Jahr vor eine neue Herauforderung stellen. Denn seit der letzten PEO-Austragung 2019 hat man fünf Bahnen umgebaut. Dafür wurden 80  000 Tonnen Erde bewegt und aufgeschüttet. Dadurch konnten weitere Naturtribünen geschaffen werden, von denen die Zuschauer die Profis auf ihren Runden noch besser verfolgen können. Ohnehin machen Höhen und Tiefen im Gelände einen Golfplatz noch interessanter.
Vor allem auch die 18. Bahn ist für die Fans noch attraktiver geworden: Dort hat man eine kleine Landzunge aufgeschüttet, die es den Zuschauern möglich macht, noch näher am Grün zu sein.
Herausforderung für Greenkeeper
Der Platz sei besser denn je in Schuss, sagen Insider über den momentanen Zustand des ohnehin immer top gepflegten Nord Course. Allerdings mussten die Greenkeeper dafür auch ordentlich ranklotzen. Zwar hatte das Gelände ein Jahr Turnierpause, aber der kälteste April seit Jahren und der feuchte Mai machten es dem Gras nicht einfach, in Wallungen zu kommen. Denn zum Wachsen braucht es nachts mindestens acht Grad plus.
Trotzdem bereut das Green Eagle-Team nicht, den Turniertermin von September vorgezogen zu haben. Das Mähen und vieles mehr ist momentan einfacher. Denn damit die Profigolfer einen glatten grünen Teppich vorfinden, muss zweimal am Tag gemäht werden. Weil der Turnierstart jeweils schon um 7.30 Uhr erfolgt, bedeutet das ein frühes Ausrücken der Greenkeeper. Deren Mannschaft ist übrigens extra zum Turnier auf 15 augestockt worden. Unterstützung kommt von anderen Plätzen, zum Beispiel aus Österreich. Dazu helfen noch rund 20 Freiwillige mit: Viele davon sind Klubmitglieder, die schon früh morgens ab 5.30 Uhr die Harken schwingen und die Sandbunker von Hand glätten.
Und wenn der Tross der European Tour dann weiterzieht, dann winkt den „normalen“ Golfern noch ein kleines Highlight. Am Dienstag steht für sie der berühmte Day after an, an dem sie den Nord Course quasi noch einmal unter Profibedingungen spielen dürfen. Und erst dann erfährt der Hobbygolfer, mit welcher Geschwindigkeit die Bälle über besonders glattes Profi-Grün rollen. Von Kathrin Röhlke