Die Kita Norderbülte ist das jüngste Neubauprojekt der Stadt Winsen in Sachen Kinderbetreuung. Foto: kr

Winsen bietet im kommenden Jahr knapp 1500 Elementarplätze und mehr als 440 Krippenplätze an

Winsen. 59 Kinder in Winsen suchen derzeit noch einen Kindergartenplatz für das kommende Kindergartenjahr. Bei 14 Kinder ist der Wunsch nach einem Kita-Wechsel Grund für die Suche, lediglich 45 Kinder haben noch gar keine Platz, und zwar fünf Kinder, für die ein Krippenplatz benötigt wird und 40 Kinder, die einen Elementarplatz benötigen.
Diese Zahlen stellte jetzt Andrea Rasche-Cammann aus der Winsener Verwaltung im Schulausschuss der Stadt vor. Diese Zahl sei aber nur eine Momentaufnahme, betonte Rasche-Cammann. Die Kitas haben die Zuweisungen für das kommende Kita-Jahr noch nicht abgeschlossen, für die Kita Norderbülte, die voraussichtlich ab September an den Start geht, habe man gerade erst mit der Platzvergabe begonnen. In der Norderbülte werden zusätzlich zum bestehenden Angebot 45 Krippenplätze und 68 Elementarplätze neu geschaffen. Zudem werde im Herbst in der Kita Pusteblume an der Fuhlen-twiete ein ehemaliger Hortraum umgebaut, um künftig eine zusätzliche Elementargruppe mit 25 Kindern aufzunehmen.
Mehr als 1900 Krippen- und Elementarplätze in Winsen
Zurzeit werden in den Winsener Kitas 1802 Kinder betreut, die Stadt bietet insgesamt 398 Krippenplätze und 1416 Elementarplätze. Nach Fertigstellung der Kita Norderbülte wird diese Zahl auf mehr als 1900 Plätze wachsen. Die Zahl der Geburten in Winsen sinkt dagegen. Wurden im Kita-Jahr 2016/2017 noch 406 Kinder geboren, waren es in den ersten zehn Monaten des laufenden Kita-Jahres lediglich 273 Kinder. „Diesen Trend hat sicher auch die Corona-Pandemie verursacht“, ist sich Rasche-Cammann sicher. Für die Situation in den Kitas zum kommenden Kita-Jahr ist sich die Verwaltung sicher, dass nahezu alle Kinder, die einen Platz haben möchten, den auch nach Wunsch bekommen. Den gesetzlichen Anspruch auf einen Halbtagsplatz erfülle die Stadt auf jeden Fall für alle Kinder, so Bürgermeister André Wiese als Replik auf eine Anmerkung von Dr. Erhard Schäfer, dass der Kindergartenbedarfsplan des Landkreises weit mehr als 59 Kinder aufgeführt habe, die noch keinen Platz gefunden haben. „Nageln Sie sich bitte nicht an dem Bedarfsplan fest“, so Wiese.
Tendenz bei Flexi-Kindern: Keine Einschulung in 2021
Auch bei den Zahlen der diesjährigen Einschulungen wirkt sich die Corona-Krise aus, erklärte Rasche-Cammann. 65 Prozent der sogenannten Flexi-Kinder, also der Kinder, die zwischen Anfang Juli und Anfang Oktober sechs Jahre alt werden und bei denen die Eltern entscheiden, ob sie eingeschult werden, werden in diesem Jahr zurückgestellt. Das wird in der Hanseschule in der Grundschule in Pattensen und in der Schule am Borsteler Grund voraussichtlich dafür sorgen, dass die Gesamtschülerzahl sinkt, weil weniger Kinder eingeschult werden als die Schule in Richtung der weiterführenden Schulen verlassen. In der Alten Stadtschule und in der Schule am Ilmer Barg werden mehr Kinder eingeschult als es Schüler in der jetzigen vierten Klasse gibt.
Bei den Planzahlen für die Grundschulen für die kommenden Jahre wird die Zahl der Schüler wohl mittelfristig nur in der Alten Stadtschule wachsen – enthalten in den Zahlen sind aber naturgemäß noch keine Kinder, die in den kommenden Jahren zuziehen und eine Schule besuchen werden.
Während die Zahlen für die Schule am Ilmer Barg, für die Hanseschule und für die Schule am Borsteler Grund bis zur Einschulung 2026 leicht sinken, könnte der Rückgang in Pattensen größer sein. Laut der aktuellen Geburtenzahlen werden dort 2022 noch 61 Kinder eingeschult. Ohne weiteren Zuzug wären es im Jahr 2026 nur noch 24 Kinder. Von Franzis Waber