Staub auf dem Field: Berlins Jeffrey Arndt (links) erreicht die Hombase, bevor Wild Farmers Catcher Przemyslaw Paluch den Ball packen kann. Foto: ks

Bundesliga-Baseballer der Wild Farmers halten in Dohren Berliner Flamingos in Schach

Dohren. Zwei Siege gab es für die Wild Farmers aus Dohren gegen die Berliner Flamingos am ersten Heimspieltag in der 1. Baseball-Bundesliga. Die Hauptstädter konnten mit 15:9 und mit 7:6 bezwungen werden.
Die Berliner haben sich zu dieser Saison mit Importspielern deutlich verstärken können und kamen mit einem Sieg im Gepäck nach Dohren. Die Gastgeber waren folglich auf einen starken Gegner eingestellen – berechtigterweise, wie sich im Laufe der Doppelansetzung herausstellen sollte.
Im ersten Spiel war Farmers Pitcher Iwan Galkin auf dem Wurfhügel gut aufgelegt. Starker Wind hatte den Platz in eine staubige Sandwüste verwandelt. Berlin zeigte sich aber schlagstark, verbuchte im Verlauf der Partie 14 Hits und punktete kontinuierlich. Es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch.
Im dritten Inning gelang Maik Ehmcke der erste Homerun für Dohren. Am Ende des vierten Innings führten die Gastgeber mit 8:3. Die Flamingos kamen aber zurück und verkürzten auf 7:8 am Ende des sechsten Durchgangs. Ursache waren viele Unkonzentriertheiten in der Dohrener Defensive. Erneut war dem Team vom Headcoach Jan Hassenpflug deutlich anzumerken, dass es erst seit zwei Wochen im Training steht.
Jannis Wedemeyer übernahm auf dem Hügel von Iwan Galking. Danach gelang es den Gastgebern, sich deutlich abzusetzen. Fünf Runs im siebten Inning sorgten für die Vorentscheidung. Wedemeyer musste zwar zwei Runs hinnehmen, ließ grundsätzlich aber nichts mehr entscheidend anbrennen, sodass die Wild Farmers einen 15:9-Erfolg bejubeln konnten. Bester Schlagmann für sie war einmal mehr Edvarda „Ed“ Matusevicius mit drei Hits bei fünf Möglichkeiten.
Das zweite Spiel sollte sich deutlich knapper und spannender gestalten. Neuzugang Jaspreet Shergill warf in seinem zweiten Spiel für Dohren. Er brauchte etwas, um ins Spiel zu finden. Das erste Inning überstanden die Wild Farmers noch ohne Berliner Runs, anschließend punkteten die Gäste jedes Inning, erneut begünstigt durch eine wackelige Performance der Farmers-Defensive. Die Gastgeber lagen entsprechend mit 2:5 nach vier Innings im Hintertreffen.
Die Offensive der Farmers erreichte aber langsam Betriebstemperatur. Inning für Inning wurde der Vorsprung der Gäste geringer. Erneut konnte Maik Ehmcke einen Homerun beisteuern.
Pitcher „Jas“ Shergill hatte inzwischen besser ins Spiel gefunden und hielt die Flamingos an der kurzen Leine. Erst nach sieben Innings, verließ er den Wurfhügel. Es übernahm jetzt „Ed“ Matusevicius, der sein Team zum knappen 7:6-Erfolg führte.
Die Farmers musste für die beiden Siege gegen die Berlin Flamingos hart kämpfen. Für das nächste Heimspiel am kommenden Sonnabend, 19. Juni, um 13 Uhr gegen die Untouchables aus Paderborn gilt es nun, in der Defensive konzentrierter zu agieren, um mindestens einen Split, also mindestens einen Sieg aus den beiden angesetzten Spielen, zu holen. Von Karsten Schaar