Angesichts der jüngsten Verjüngungskur sieht er schnieke aus, der Rießelweg in Ashausen. Doch sein Lack wird bald abblättern. Und deswegen will sich die Gemeinde Stelle endlich mit dem Ausbau beschäftigen. Foto: win

40 000 Euro mehr für Rießelweg: Unterhaltung wird Haushältern in Stelle nun doch zu teuer – Ausbau ins Visier genommen

Stelle. Der Rießelweg in Ashausen stellt für das Portemonnaie der Gemeinde Stelle immer wieder ein Problem dar. Seit Jahrzehnten schlagen sich die nötigen Unterhaltungsmaßnahmen regelmäßig und kräftig im jeweiligen Haushalt der Gemeinde nieder. Jetzt sind es 40 000 Euro. Und oft kommt noch was drauf. Genau das nahmen die Mitglieder des Ratsausschusses für Finanzen im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung erneut zur Kenntnis: Die im Haushalt 2021 bereits veranschlagten 13 500 Euro müssen im ersten Nachtragshaushalt um 40 500 Euro aufgestockt werden. Christdemokrat Wolfgang Spaude: „Wir müssen endlich Nägel mit Köpfen machen.“ Und Ratskollege Alexander Luther (BIGS) machte klar: „Entweder machen wir was Richtiges oder gar nichts.“ Uwe Gundlach, Leiter des Steller Bauamtes, wies darauf hin, „dass sich die Gemeinde nun mit dem endgültigen Ausbau beschäftigen wird“.
Die jüngsten Mehrkosten sind Folge der neuen Schotterbefestigung. Zur neuen Profilierung mussten nach Angaben der Gemeindeverwaltung 700 Tonnen unbrauchbares Material abgefahren und 875 Tonnen Schottertragschicht eingebaut werden. Zur besseren Entwässerung wurde aus Richtung Büllhorner Weg auf der rechten Seite eine Mulde angelegt. Bürgermeister Robert Isernhagen wies darauf hin, „dass eine schlanke Ausbauvariante“ ins Visier genommen werden soll. Zurzeit präsentiere sich der Weg zwar in einem guten Zustand. Man müsse aber immer wieder mit Problemen klarkommen, die das Wasser von Privatgrundstücken der Straßenfläche bereite. Wie einst berichtet, hatten Anlieger sich dazu bereit erklärt, mit von der Gemeinde bezahltem und geliefertem Material die Löcher zu flicken. Das Engagement hielt allerdings nicht lange vor. Für den nun ins Visier genommenen eventuellen Ausbau auf drei Meter Breite mit zwei Ausweichstellen und mit Sickermulden muss die Kostenschätzung noch erfolgen.
Der Fachausschuss sprach sich auch dafür aus, im ersten Nachtragshaushalt 2021 rund 58 500 Euro für die Sanierung des Regenwasserkanals in der Straße Duvendahl zu verankern. Der Kanal muss laut Gemeindeverwaltung in einem größeren Umfang saniert werden. Im Rahmen der genauen Aufschlüsselung und Prüfung der Unterlagen für die Voruntersuchung wurden größere Schäden als zunächst angenommen festgestellt. 81 000 Euro werden im Nachtragshaushalt für den Erwerb von Senkrechtmarkisen zur Verfügung gestellt. Auf der Westseite der Grundschule Ashausen liegende Fenster sollen damit ausgestattet werden. Auf die ursprünglich vorgesehenen Folien – Kostenpunkt 10 500 Euro – wird verzichtet. Sie verdunkeln die Räume und heizen sie auf. Außerdem müssen sie alle drei bis vier Jahre erneuert werden.
Der Steller Gemeinderat beschließt den Nachtragshaushalt am 7. Juli. win