Auf diesem Feld wird die neue Kita am Schierhorner Weg gebaut. Laut Ratsbeschluss soll sich die Gemeindeverwaltung jetzt um den Erwerb von zusätzlichem Gelände bemühen. Foto: cb

Jesteburger Rat gibt grünes Licht für optimale neue Kita

Jesteburg. Meilenstein für die geplante Kindertagesstätte am Schierhorner Weg in Jesteburg: Der Gemeinderat gab einstimmig grünes Licht für ein Raumprogramm, das weit über die gesetzlichen Standards hinausgeht. Die Jüngsten erhalten viel Platz zum Spielen, Basteln und Toben, zudem werden alle Anforderungen an eine moderne Ganztagsbetreuung erfüllt.
Darüber freut sich besonders die UWG Jes!-Fraktion. „Wir haben nicht locker gelassen. In konstruktiven Gesprächen mit den anderen Fraktionen sind wir zu der guten Lösung gekommen“, sagt deren Ratsherr Hansjörg Siede. Wie er weiter ausführt, wollten SPD, CDU und Grüne zunächst einem Entwurf zustimmen, den die Verwaltung vor allem unter Kostengesichtspunkten erarbeitet hatte. Doch dabei sei eine gute Ganztagsbetreuung nicht umsetzbar gewesen. Weder die Beschäftigten noch die Eltern oder Kinder wären damit glücklich geworden.
Kita-Neubau soll weiterhin Anforderungen erfüllen
„Natürlich sind die Kosten ein wichtiger Faktor, aber es ist noch wichtiger, dass ein Kita-Neubau zuverlässig die heutigen und morgigen Anforderungen erfüllt,“ erklärt Siede. „Auf unseren Druck wurde eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Politik und Kita-Leitungen eingerichtet, die das Raumangebot nochmals überarbeitet hat. Unsere Vorschläge stießen von Beginn an auf große Zustimmung bei den Kita-Leitungen. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die jetzt geplante Nutzfläche von circa 1300 Quadratmetern ausreichend Platz für individuelle Betreuung, Rückzugsmöglichkeiten und eine attraktives Arbeitsumfeld für die Beschäftigten bietet.“ Zudem gebe es für die Inklusion ideale Voraussetzungen. Auch die UWG-Vorschläge für die Gestaltung und Nutzung der Außenbereiche von den Spielbereichen über Zuwegungen bis zu Stellplätzen habe der Rat positiv aufgenommen.
„Die bisher vorgesehene Fläche am Schierhorner Weg wird allerdings nicht ausreichen“, informiert Siede. „Deshalb wird derzeit geprüft, ob und unter welchen Bedingungen zusätzliches Gelände erworben werden kann. Bisher stehen 3500 Quadratmeter zur Verfügung, benötigt werden jedoch circa 5000 Quadratmeter.
Kosten für den Neubau haben sich wohl verdreifacht
Allerdings gebe es einen Wermutstropfen: Gute Betreuungsangebote erhalte man nicht zum „Nulltarif“. Die Kosten für den geplanten Kita-Neubau würden teurer als veranschlagt. Im vergangenen Jahr sei die Verwaltung noch von 1,5 Millionen Euro ausgegangen, zum Jahresbeginn habe sie den Ansatz dann auf 3,7 Millionen Euro erhöht. Das sei nach Marktrecherchen aber weiterhin deutlich zu wenig, kritisiert die UWG. Sie rechnet mit Kosten von eher 4,5 Millionen Euro. „Wir haben die Verwaltung aufgefordert, zu prüfen, ob und wie diese Kosten finanziert werden können“, berichtet Siede. Von Christa-M. Brockmann