Der TV Meckelfeld war 2019 letzter Sieger des Landkreis-Cups. Foto: ks

Fußballer verzichten auf renommierte Vorbereitungsturniere, hoffen aber auf die Hallensaison im Winter

Winsen. Die Fußballer sind in der Vorbereitung auf die neue Saison. Diese könnte voraussichtlich am 15. August im Bezirk Lüneburg wieder starten. Die Kreisfußballer orientieren sich traditionell daran. Allerdings wird es auch in diesem Jahr kein großes Vorbereitungsturnier im Landkreis geben.
So fällt auch der Landkreis-Cup der Sparkasse Harburg-Buxtehude wie im vergangenen Jahr aus. „Im nächsten Jahr sind wir vielleicht wieder da“, hofft Jörn Stolle, Organisator und Leiter Unternehmenskommunikation des Geldinstituts, auf ein Ende der Coronapandemie. Sein Plan: das Turnier zukünftig noch interessanter zu machen.
Für dieses Jahr wären vor allem die Erstellung und die Umsetzung der Hygienekonzepte für die verschiedenen Spielorte in den frühzeitigen Planungen sehr aufwendig geworden. Zumal eine Austragung auch dann nicht sicher schien. Aber Stolle spürt auch die Unsicherheit bei den Vereinen. So gab es von einigen Klubs anders als in den Vorjahren keine Nachfragen, ob das Turnier überhaupt stattfindet.
Anders sieht Stolle die Aussichten für das Hallenfußballturnier Stadtpokal um den Sparkassen-Cup der Stadt Winsen. „Die WINarena ist für den 8. Januar 2022 gesichert!“ Es besteht große Zuversicht, dass das Traditionsturnier mit dem Veranstalter MTV Ashausen-Gehrden fortgeführt werden kann. „Der Termin ist fest eingeplant“, hofft Stolle, dass die Pandemie nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.
Auch der Bondor-Cup des MTV Hanstedt bleibt in diesem Jahr auf der Strecke. „Da passiert dieses Jahr nichts“, sagt Fußballobmann Ralf Meyke. Auch den Hanstedtern waren die Umstände zu unsicher. „Da war es nicht möglich, irgendwas einzuplanen“, so Meyke. Zumal die Planungen rund zwei Monate vor Turnierbeginn hätten starten müssen. Aber im nächsten Jahr soll das Turnier nach zweijähriger Pause wieder stattfinden.
Nicht nur den Herren fehlen die Turniere. So sagte Eintracht Elbmarsch den Sparkassen-Fair-Play-Cup für die Jugend ab, der am 10. und 11. Juli stattfinden sollte. „Die Entscheidung musste vier Wochen vorher gefällt werden“, erklärte Tobias Wenck, zweiter Vorsitzender der Eintracht. Zu diesem Zeitpunkt war der Betrieb in Niedersachen fast offen. Aber die Teams kommen traditionell zum Beispiel auch aus Hamburg oder Schleswig-Holstein, wo die Bestimmungen damals noch wesentlich einschränkender waren.
Zudem hätte für eine Bestuhlung für Zuschauer gesorgt werden müssen, und ab 250 Teilnehmern stand eine Testpflicht für alle im Raum. „Wir wären einfach zu oft auf dünnem Eis gewesen“, so Wenck. Auch Eintracht Elbmarsch plant aber fest mit der Hallensaison. So sollen der Nik-Bödder-Cup der Herren und der Tillmann-Cup für die Frauen zu Jahresbeginn stattfinden.
Auch der Allianz-Cup des TSV Heidenau fällt den Unsicherheiten zum Opfer. Nicht zu unterschätzen ist bei den Vereinsturniern, dass die Klubs die Einnahmen oft dazu nutzen, ihren Etat für den Fußball zu decken. Von Karsten Schaar