Derzeit endet die Heidebahn werktags in Buchholz. Das soll sich ab dem Jahr 2027 ändern. Dann kann der Zug über die heutige Güterbahnstrecke über Jesteburg und Ramelsloh nach Harburg weiterfahren. Foto: cb

Neuer Bahnhof am alten Standort in Jesteburg – Bauausschuss empfiehlt Standort im Zentrum

Jesteburg. Der neue Jesteburger Bahnhof soll in die Ortsmitte an die Bahnhofstraße – genau dorthin, wo er schon früher war. Diese einstimmige Empfehlung gab jetzt der Bauausschuss der Samtgemeinde Jesteburg ab. Die Abgeordneten wollen diesen Standort für die weitere Untersuchung vorschlagen.
So empfiehlt es auch die Landesnahverkehrsgesellschaft. Die endgültige Entscheidung treffen in diesen Tagen der Jesteburger Samtgemeindeausschuss und Samtgemeinderat. Auch der Jesteburger Gemeinderat wird sich mit der Thematik beschäftigen. Wie berichtet, kann die Heidebahn über die heutige Güterbahnstrecke ab dem Jahr 2027 von Buchholz über Jesteburg nach Harburg weiterfahren. Ein sogenanntes Überwerfungsbauwerk – also Brücke oder Tunnel – im Bereich Meckelfeld zur Einbindung der Strecken 1280 und 1255 in den Knoten Maschen macht es möglich.
Laut Fahrbahnkonzept soll der Zug aus Soltau über Buchholz kommend dann alle Stunde am geplanten neuen Halt in Jesteburg stoppen, fünf Minuten später an der ebenfalls geplanten neuen Station in Ramelsloh und 14 weitere Minuten später wären die Fahrgäste in Harburg. Es wird mit 1400 Fahrgästen pro Werktag gerechnet. Jesteburg würde dann zum Ring C des HVV gehören. Allerdings wird bis zur Realisierung noch viel Seevewasser fließen – allein das Planfeststellungsverfahren mit einer europaweiten Ausschreibung könnte nach dem jetzigen Stand erst 2023 starten.
Die Landesregierung und die Deutsche Bahn haben ein hohes Interesse an dieser Station, daher sollen 75 Prozent der Kosten vom Land übernommen werden, informiert die CDU. Außerdem nennt die Fraktion weitere Fakten: Das Einzugsgebiet wird mit 22 000 Einwohnern berechnet. Die alternativ angedachten Flächen für den Jesteburger Bahnhof am Allerbeeksring und am Sandbarg sind damit aus dem Rennen. Eine Machbarkeitsstudie erachtet die alte Bahnhofsfläche an der Bahnhofstraße für besonders geeignet. Auf Antrag des CDU-Vertreters Dr. Hans-Heinrich Aldag hat der Bauausschuss mehrheitlich empfohlen, noch mal ein besonderes Augenmerk auf die Parkplatzsituation und Nahverkehrsanbindung an dieser Stelle zu legen. Die Verwaltung soll klären, ob die Flächen für die erwarteten Pendler ausreichen. „In letzter Konsequenz trifft die Deutsche Bahn die Entscheidung über den genauen Standort der Bahnstation“, teilt die CDU mit. Von Christa-M. Brockmann