Sie lassen die Schaufensterpuppen schon mal tanzen in den neuen Räumen an der Lüneburger Straße (von links): Kai Degenhard, angestellter Kaufmann, Christian Kemper und Frank Rehmers. Foto: po

Winsener DRK-Kaufhaus Fundus zieht um – Im September Eröffnung an der Lüneburger Straße

Winsen. Größer, moderner, heller und übersichtlicher soll das Winsener DRK-Kaufhaus Fundus, das bisher auf zwei Standorte an der Bahnhofstraße verteilt war, mit seinem Umzug an die Lüneburger Straße werden. Ermöglicht wird der Umzug in ein ehemaliges Elektrofachgeschäft dank des Entgegenkommens des neuen Vermieters.
Eröffnen soll das neue Kaufhaus voraussichtlich im September mit doppelt so viel Verkaufsfläche wie bisher und mit getrennten Abteilungen für Kleidung, Haushaltswaren und einer Kinderabteilung, die bisher in einem getrennten Geschäftsraum untergebracht war. Bis dahin bleibt noch jede Menge zu tun: Waren und Mobiliar aus zwei Geschäften und drei Lagern müssen umziehen, und mit der Neueröffnung sollen auch Neuerungen Einzug halten. „Eines haben wir aus der Pandemie gelernt“, erklärt Fundus-Geschäftsführer Christian Kemper. „Man muss auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar sein. Daher planen wir einen Online-Shop und wollen Abholung und Versand ermöglichen“. Sein Büro wird zukünftig auch Fotostudio und Computerplatz enthalten, um das Angebot online zu bringen.
„Es ist genial, wir haben dann alles unter einem Dach: den Verkauf, die Verwaltung, und wir haben nicht nur enorme Lagermöglichkeiten, sondern auch tolle große Schaufenster“, freut sich Frank Rehmers, ebenfalls Geschäftsführer, auf die Möglichkeiten, die der neue Standort bietet. Denn der Umzug macht das Kaufhaus nicht nur kundenfreundlicher, sondern es wird auch wirtschaftlicher. Die Wege werden kürzer, Heiz- und Fahrtkosten und vielleicht sogar ein Fahrzeug können eingespart werden, und die Organisaton kann an einem gemeinsamen Standort gestrafft werden. Künftig befinden sich nämlich Verkauf, Verwaltung und Lagermöglichkeiten unter einem Dach. Als Bonus gibt es tolle, große Schaufenster, die die Präsentation des Angebotes ermöglichen. Die passenden Schaufensterpuppen gibt es bereits. „Und uns bleibt immer noch genügend Platz, um mit diesen Puppen zu tanzen“, so Rehmers augenzwinkernd.
Suche nach Räumen von Corona ausgebremst
Schon vor der Corona-Pandemie hatte man nach neuen, größeren Räumlichkeiten in Winsen gesucht, damals erfolglos. Die Lösung an der Lüneburger Straße kam unverhofft, ist aber sehr willkommen. Nun hofft das gesamte Fundus-Team, dass der Betrieb mit der Neueröffnung im Herbst wieder voll aufgenommen werden kann und dass man mit einem Neubeginn in neuen Räumen vielleicht sogar einen Teil der Verluste durch Corona auffangen kann. Die Vermieter der Räume an der Bahnhofstraße hatten zwar Entgegenkommen und Verständnis gezeigt, für das Rehmers und Kemper dankbar sind. Doch die lange Schließung war eine Katastrophe, denn mit dem, was das Kaufhaus erwirtschaftet, werden lokale Projekte und Einrichtungen gefördert. „In diesen Zeiten wichtiger denn je“, so Rehmers.
Hoffnung auf neue ehrenamtliche Mitarbeiter
Profitieren von den neuen Räumen werden in jedem Fall auch die Mitarbeiter des Fundus. Sie bekommen helle Arbeitsbereiche mit viel Tageslicht, die das Sortieren der gespendeten Waren angenehmer machen werden. Damit, so die Hoffnung, die Rehmers hegt, werden sich künftig vielleicht auch weitere Mitarbeiter im Ehrenamt gewinnen lassen.
Die Annahme wird übrigens erst als letzte Abteilung an die Lüneburger Straße umziehen, wo wie bisher die Waren im Hof abgegeben werden können. Bis kurz vor dem Umzug bleibt die Annahme aber noch an der Winsener Bahnhofstraße. Von Franzis Waber