Die Zukunft des Schulstandortes Drennhausen bleibt ungewiss. Foto: fw

Elbmarscher Bauausschuss diskutierte die Zukunft der Grundschule in Drennhausen

Tespe. Die Grundschule in Drennhausen, einer der beiden Standorte der Elbdeich-Grundschule Drage, benötigt nicht nur eine ganze Reihe von Renovierungsmaßnahmen, sondern auch laut eines Antrags von Eva Tautorat eine Ertüchtigung durch einen Anbau mit mehreren Räumen. Da der Umgang mit dem Standort, über dessen Schließung in der Samtgemeinde vor gut eineinhalb Jahren bereits heftig diskutiert wurde, weiterhin unklar ist, hatte die Verwaltung die bauliche Unterhaltung vorerst zurückgestellt. Für die Ertüchtigung sei nun endlich ein Beschluss über die Zukunft des Standortes notwendig, so Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth. Dem schloss sich auch Tautorat an: „Moderner Unterricht kann nicht in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert stattfinden“, so die Schulleiterin.
Neben der Renovierung wird ein Anbau gefordert
Gefordert wird neben diversen Renovierungsmaßnahmen wie Anstrich der Unterrichtsräume, Ausbesserungen an Fassade und Sockel oder Einbau einer Teeküche auch eine Ertüchtigung, die die Schule zukunftsfähig machen soll. Tautorat fordert in ihrem Antrag den Anbau einer ganzen Reihe von Räumlichkeiten, unter anderem einen Mensaraum, einen Raum für die Nachmittagsbetreuung, zwei Gruppenräume, einen Förderrraum und Lehrmittel-, Fach- und Sozialräume. Darüber hinaus seien ein Sanitätsraum und ein Besprechungszimmer notwendig und es fehle auch ein Geräteschuppen.
„Die Zeit ist reif, eine Entscheidung zu treffen“, resümierte Ausschussmitglied Heiko Scharnweber (CDU) angesichts der Wünsche der Schulleitung. Für die Grünen war die Sache schnell klar: „Die Eltern haben für den Standort plädiert“, machte Reno Steller klar, dass seine Fraktion hinter dem Standort steht und sparte sich auch einen Seitenhieb auf die Schulleiterin nicht, die in der Diskussion vor eineinhalb Jahren geäußert hatte, die Führung eines zweiten Standortes nicht leisten zu können. „Ich habe den Auftrag, beide Standorte zu leiten und das tue ich. Ich kämpfe aber auch dafür, dass an beiden Standorten moderner Unterricht möglich ist“, erwiderte Tautorat.
Der Samtgemeinde fehlt das klare Bekenntnis zum Standort
„Seitdem das Thema zurück in die Fraktionen ging, ist nichts passiert“, stellte Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth fest. Die Samtgemeinde habe wie damals gewünscht bei der Kirchengemeinde angefragt, ob das Nachbargrundstück für eine eventuelle Erweiterung der Schule zur Verfügung stehe – eine bauliche Erweiterung ist nur in diese Richtung möglich – und das Signal erhalten, dass dazu Bereitschaft bestehe. Nun müsse man ernstlich eine Erweiterung nachdenken, „oder wir sagen eben einfach, das bleibt Klein-Bullerbü“, so Roth. Zwischenzeitlich habe es Interesse an dem Gebäude von der Initiative für eine Demokratische Schule gegeben, doch die sei ja vom „Fegefeuer der Politik“ außer Gefecht gesetzt worden. Tatsächlich ist es seit dem Vorstoß vor gut einem Jahr still um das innovative Schulprojekt für die Elbmasch geworden.
Ein klares Bekenntnis zum Standort Drennhausen kam auch von Drages Bürgermeister Uwe Harden: „Wir können uns nicht von diesem Standort verabschieden. Man muss schon weit fahren, um so etwas in dieser Qualität zu finden“, befand er. Renovierungsarbeiten, die erledigt werden müssten, sollten gemacht werden, mit der Ertüchtigung solle sich der nächste Rat beschäftigen, der im September gewählt wird.
Auf dieses Vorgehen einigte sich der Ausschuss dann auch einstimmig: Die Renovierungsarbeiten auf der Wunschliste der Schulleiterin sollen durchgeführt werden. Über einen möglichen Anbau wird man später beraten. Von Franzis Waber