Zauberer Roman Ertl verblüffte die großen und kleinen Zuschauer unter anderem mit einem brennenden Buch. Foto: hü

Mehr als Tausend Besucher feiern Winsener Märchenfestival des Museums im Marstall

Winsen. Wie verhilft der gestiefelte Kater dem armen Müllerssohn zu Reichtum und einer schönen Prinzessin? Und verwandelt sich der glitschige Frosch nach einem Kuss wirklich in einen Königssohn? Mehr als Tausend Gäste besuchten gestern das erste Winsener Märchenfestival des Museums im Marstall, bei dem der Schlossplatz, der historische Marstall, das Rathaus, der Rosengarten des Schlosses und im Hintergrund das Winsener Schloss den Schauplatz und eine wunderschöne Kulisse boten. Initiatorin Giesela Wiese und alle Beteiligten freuten sich über die zahlreichen großen und kleinen Besucher, die bei strahlendem Wetter in die zauberhafte Atmosphäre der Märchen eintauchen wollten.
Altbekannte und selten gehörte Märchen standen bei dem Fest im Vordergrund und wurden auf unterschiedliche Art dargeboten. Auf mehreren Bühnen konnten die Besucher Märchenstücke als Puppen- und Marionettentheater ansehen. Märchenerzähler ließen die Besucher im Rosengarten von längst vergangenen Zeiten träumen. Warum Dornröschen sich an einem Spinnrad stechen konnte, erlebten die Zuhörer bei einer Vorführung auch selbst. Neben den gespielten und erzählten Märchen gab es ein buntes Rahmenprogramm mit lustigen pantomimischen Darstellungen, Kinder hatten die Möglichkeit, eigene Märchenschlösser zu bauen und riesige Seifenblasen zu zaubern.
Der Frosch wurde geküsst
Und die vielen Kinder, die mit ihren Eltern gekommen waren, tauchten in die zauberhafte Atmosphäre der Märchen ein. Lotta (9) und Emma (11) aus Winsen sowie Lotta (8) aus Scharmbeck hatten noch einen Platz im Marstall ergattert, um sich das Märchen vom gestiefelten Kater anzusehen. „Wir finden es ganz toll, dass wir nach der langen Corona-Zeit jetzt mit unserer Familie und Freunden so etwas Schönes unternehmen können“, waren die drei Mädchen sich einig.
Ständig belagert war auch die Zauberbude von Zauberer Roman Ertl, wo die Kinder ihr eigenes Märchen zaubern konnten. Aber leider funkte ständig Rumpelstilzchen dazwischen und ließ einiges so gar nicht klappen. Am Ende war aber alles gut, und es gab Luftballontiere und Kuscheltiere für die begeisterten kleinen Zuschauer. Anna (8) aus Winsen traute sich sogar, den Frosch aus dem Märchen „Der Froschkönig“ zu küssen. Und selbstverständlich verwandelte sich die Stoffpuppe wie durch Zauberhand in den hübschen Prinzen.
Fotowettbewerb: Sieger gekürt
Während der Veranstaltung wurde zudem der Preis für den Fotowettbewerb „Mein Lieblingsplatz in Winsen“ vergeben. Die Gewinner sind Johann Fehringer, Marla Jacob, Alexander König, Lotta Krellenberg und Ole Steiwer, die etwa das Winsener Schloss oder die Alte Ziegelei in Scharmbeck im Foto festgehalten haben. Der Eintritt für das Märchenfestival war dank der Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude, des Lüneburgischen Landschaftsverbands, der Stadt Winsen, des City-Marketing Winsen sowie der Sozial- und Kulturstiftung Giesela und Rolf Wiese (GiRoWi-Stiftung) kostenfrei. Und sicherlich hat so mancher kleine Märchenfreund letzte Nacht von wunderschönen Prinzessinnen, mutigen Helden, hilfreichen Tieren und magischen Zaubersprüchen geträumt. Von Gabriele Hülskämper