Die eingravierte Schrift ist wieder gut zu lesen: Mit harter Bürste, Wasser und Scheuermittel putzt der ehemalige Hanstedter Samtgemeindedirektor Hans Dieter Albers den Findling am Pastor-Bode-Teich. Foto: cb

Hans Dieter Albers überprüfte und putzte die Wegweiser: Zur Heideblüte sind die Findlinge blitzblank

Hanstedt. Großes ehrenamtliches Engagement zeigt der ehemalige Hanstedter Samtgemeindedirektor Hans Dieter Albers (82): Rechtzeitig vor Beginn der Heideblüte überprüft er alle 29 Hinweis-Findlinge am Kerkstieg. Mit Besen, harter Bürste, Wasser aus dem Eimer und Scheuermittel putzt er Moos und Grünbelag weg: „Damit die Schrift gut zu lesen ist und sich niemand verläuft!“ meint der Senior. Die steinernen Wegweiser hatten Heimatfreunde gespendet.
Heimatgeschichte für die Nachwelt bewahrt
Wie berichtet, hatte Hans Dieter Albers vor vier Jahren die Wiederherrichtung des beliebten Wanderweges initiiert. Zahlreiche Helfer legten die seit Jahrzehnten vergessene zugewucherte Strecke von Wesel nach Hanstedt wieder frei. Dazu gehörten Mitarbeiter des Hanstedter Bauhofes, der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide (VNP), die Klosterforst und die Interessengemeinschaft Hanstedt (IGH). Auch die Alterskameraden der Freiwilligen Feuerwehr packten gern mit an, denn es wurde ein Stück Heimatgeschichte für die Nachwelt bewahrt.
Über diesen Weg gingen die Weseler früher zum Gottesdienst nach Hanstedt. Er führt durch schönste Heidelandschaft. Start für die sieben Kilometer lange Strecke ist von Hanstedt aus am Faßenbeekstein an der Straße An der Rodelbahn. Unterwegs kommen die Ausflügler durch einen 200 Meter langen Hohlweg, der Wald ist so schön wie im Märchenbuch.
Am Jesteburger Weg lädt ein hölzerner Unterstand mit Pappschindeldach, Eckbank und Tisch zum Verweilen ein. Die Hanstedter Rentnergang hat diesen erstellt. Über den Weselbach und durch das Seevenholz geht es dann weiter in die Weseler Heide. Der idyllisch gelegene Pastor-Bode-Teich erinnert an den verdienstvollen und weitsichtigen Heidepastor Wilhelm Bode, der die Weseler Heide 1910/1916 für den damals noch jungen VNP erworben und somit der Nachwelt erhalten hat. Der Kerkstieg endet schließlich am Weseler Hexenhaus. Von Christa-M. Brockmann