Diana und Bernard Wegner haben das Wolfsmobil ausgestattet und touren damit nun zu Schulen, Kindergärten und zu Veranstaltungen. Foto: rin

Neues Mobil der Kreisjägerschaft klärt über den Wolf im Landkreis auf

Garlstorf. „Eigentlich fehlt jetzt nur noch das Wolfgeheul. Habe ich, glaube ich, irgendwo Zuhause auf Band“, meint Wolfgang Baumgärtner aus Bütlingen, Wolfsberater für den Landkreis Harburg. Wie auch Horst Günter Jagau, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, und Kassenwart Matthias Carstens ist auch der Wolfsberater beeindruckt, wie Bernard und Diana Wegner, ebenfalls aus der Kreisjägerschaft, in Handarbeit den Innenraum des neuen Wolfsmobils ausgestattet haben: im Hintergrund eine Heidelandschaft samt Schnucken, vorne die präparierten Tiere. Finanziert wurde der Anhänger über Gelder der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung.
Das Wolfspräparat stammt aus Fallingbostel. Dort war das etwa zweijährige Tier 2019 auf der Autobahn von einem Lkw erfasst und anschließend mit Genehmigung präpariert worden. Von der Größe her ist der gezeigte Wolf ausgewachsen, aber in seinen nächsten zwei Lebensjahren hätte er noch deutlich an Muskulatur und Umfang zugelegt.
Die Wegners haben inzwischen eine umweltpädagogische Ausbildung im Schulbildungszentrum Lüneburg absolviert. In Zusammenarbeit wurde Lernmaterial erstellt, dass das Ehepaar zu seinen künftigen Terminen mit dem Wolfsmobil in Schulen, Kindergärten und zu Veranstaltungen mitnimmt. Ziel: „Man soll den Wolf realistisch einschätzen können!“
„Die Verunsicherung gegenüber dem Wolf ist groß“, sagt Diana Wegner. Ein Grund: „Kinder kennen heute Tiger, Wal und Affen, aber was draußen in der heimischen Natur los, davon wissen sie kaum etwas.“ Deswegen will sie mit ihrem Mann über den Wolf aufklären, „denn nur wer versteht, kann auch schützen“.Dieses Ziel verfolgt die Kreisjägerschaft auch mit ihrem zweiten Info-Mobil. Darin werden weitere heimische Wildtiere anschaulich vorgestellt. Von Kathrin Röhlke