Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler hofft auf Mittel für den Regionalpark. Foto: Archiv

Rosengarten will Leader-Region werden: Regionalpark bewirbt sich EU-Fördermittel

Rosengarten. Der Regionalpark Rosengarten e.V. wird sich um Fördermittel der EU aus dem Leader-Programm bewerben. Mit den EU-Mitteln sollen in der Förderperiode 2023 – 2027 regionale Projekte im Gebiet des Regionalparks Rosengarten entwickelt, unterstützt und gefördert werden. Um in den Genuss der Leader-Fördermittel zu kommen, wird der Regionalpark Rosengarten zunächst bis April 2022 unter Beteiligung der örtlichen Bevölkerung ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) erarbeiten.
Das Konzept beinhaltet eine umfangreiche Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Möglichkeiten der Region. Darauf aufbauend werden Ziele und Handlungsfelder festgelegt, die als Zeitlinie für die Arbeit der nächsten Jahre dienen. In den Handlungsfeldern sollen die Ziele konkretisiert und durch Projekte greifbar gemacht werden. Das REK dient dann als Grundlage für den Förderantrag um Leader-Mittel, die ab 2023 zur Verfügung stünden. Der Regionalpark Rosengarten hat für die Erstellung des REK bereits einen Antrag auf Förderung an das Amt für regionale Landesentwicklung ArL in Lüneburg gestellt. „Wir sind zuversichtlich, dass der Antrag bewilligt wird und zeitnah eine Förderzusage für die Erarbeitung des REK erfolgt“, so Dirk Seidler, Vorsitzender des Regionalpark Rosengarten e.V.
Für die Region Regionalpark Rosengarten hätte die Anerkennung als Leader-Region Vorteile. „Leader bietet den Menschen im Regionalpark Rosengarten die Möglichkeit, die Entwicklung in der Region aktiv zu gestalten und durch Projekte so zu steuern, dass gemeinsam erarbeitete Ziele erreicht werden können. Ein verbindliches Budget über den Förderzeitraum von 2023 bis 2027 gibt Planungssicherheit und die Entscheidung über die Förderung von Projekten liegt bei einem Lenkungsgremium, das sich aus Personen aus der Region zusammensetzt“, so Dirk Seidler weiter. Hinzu kommt, dass die Leader-Förderung auch die ländlichen Bereiche des Hamburger Teils des Regionalparks umfasst. Somit können Projekte über Landesgrenzen hinweg geplant und mit EU-Fördermitteln umgesetzt werden.
In den letzten beiden Förderperioden seit 2008 war der Regionalpark Rosengarten als Förderregion der integrierten Ländlichen Entwicklung ILE anerkannt, die in Niedersachsen nicht mehr fortgeführt wird. In diesem Zeitraum wurden bereits zahlreiche Projekte umgesetzt, so etwa die Konzeption und Schaffung des Freizeitroutennetzes in der Regionalpark Region. Die beim ArL eingereichten Projekte konkurrierten jedoch mit einer Vielzahl anderer Projekte aus den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen um die zur Verfügung stehenden ILE-Mittel. Im Gegensatz zur ILE-Förderung erhält jede der anerkannten Leader-Regionen ein festes Finanzbudget und entscheidet eigenverantwortlich, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden sollen. wa