Die Johann-Peter-Eckermann-Realschule wird Winsen zumindest für die kommenden zehn bis 15 Jahre im Altgebäude erhalten bleiben. Jetzt gibt es Fördermittel für sozialpädagogische Arbeit. Foto: kr

Bund und Land stellen Millionen für Kinder und Jugendliche bereit

Winsen. Es sind Programme mit verheißungsvollen Namen: „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona“ hat der Bund die Förderung für die Arbeit in Kinder- und Jugendbereichen überschrieben. „Startklar in die Zukunft“ heißt dazu ein Vorhaben der niedersächsischen Landesregierung, in das ebenfalls Millionenbeträge fließen. Nun werden die Projekte konkretisiert und auch drei Einrichtungen im Landkreis Harburg werden davon profitieren.
„Ein erster Schritt für die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Harburg ist gemacht“, kommentiert der hiesige Landtagsabgeordnete Andre Bock (CDU) die Vorhaben. Die Johann-Peter-Eckermann-Realschule in Winsen, die Realschule II Am Kattenberge in Buchholz und das Gymnasium in Neu Wulmstorf erhalten Zuweisungen für die sozialpädagogischen Fachkräfte aus dem Programm „Startklar für die Zukunft“. In der Schule und außerhalb der Bildungseinrichtung sollen Kindern und Jugendliche zusätzliche Angebote unter anderem zur Lernförderung, zur psychosozialen Stabilisierung, zur Freizeitgestaltung, Gesundheitsförderung und gesellschaftlichen Beteiligung erhalten.
Die Landesregierung aus SPD und CDU hat jüngst beschlossen, dass Niedersachsen die bundesseitige Förderung aus dem „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona“ in Höhe von 122 Millionen Euro um 100 Millionen Euro aus dem landeseigenen Covid-19-Sondervermögen aufstockt. In den Jahren 2021 und 2022 stehen aus Bundes- und Landesmitteln damit insgesamt 222 Millionen Euro für das Kinder- und Jugendprogramm zur Verfügung, wovon rund 189 Millionen Euro in den Schulbereich und 33 Millionen Euro in den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe fließen. Zudem sind bundesseitig 70 Millionen Euro für die frühkindliche Bildung vorgesehen, welche direkt vom Bund an die Kita-Träger beziehungsweise die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege weitergeleitet werden.
Man müsse den Kindern und Jugendlichen Zukunftschancen geben und sichern, fordert der Winsener Abgeordnete. Nach den gravierenden Veränderungen in und durch die Corona-Pandemie gehöre dazu insbesondere auch, Aufmerksamkeit zu geben sowie Kontakte und die Aufarbeitung von Lernstoff zu ermöglichen, erklärt Bock, der auch Vorsitzender des Kulturausschusses im Landtag ist.
„Es ist gut, dass drei Schulen aus unserem Landkreis Zuweisungen für die wichtige sozialpädagogische Arbeit erhalten. Das kann aber nur ein Anfang sein, denn Kinder und Jugendliche haben besonders unter den Einschränkungen der Krise gelitten“, so der CDU-Abgeordnete weiter. „Ich erwarte von der Landesregierung, dass noch weitere Mittel in unsere Region fließen. Denn nur so können Kinder und Jugendliche auch aus der Krise gestärkt hervorgehen.“ tm