In der Kinderbauhütte am Schloss geht es diesmal um die Ziegelherstellung. (Foto: Museum im Marstall)

Museum im Marstall bietet zum Tag des offenen Denkmals Angebote für Jung und Alt an

Winsen. Der Tag des offenen Denkmals bietet jedes Jahr die Möglichkeit, Denkmäler der besonderen Art zu besichtigen. Das Museum im Marstall ist mit dabei und bietet in diesem Rahmen am 12. September Führungen, einen Vortrag und die Kinderbauhütte an. In diesem Jahr steht der Tag, der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgerichtet wird, unter dem Motto „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“. Unter diesem Motto bietet das Museum bei freiem Eintritt verschiedene spannende Aktionen an.
Von 12 bis 18 Uhr werden stündlich Führungen durch das sonst kaum zugängliche Schloss angeboten. Das Wasserschloss wurde vermutlich um 1150 errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es weiter zur Befestigung ausgebaut, so dass es sogar im 30-jährigen Krieg gegen die Dänen standhielt. Beeindruckend ist bis heute der stark gesicherte Wehrturm. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zu den Führungen bis Sonnabend, 11. September, um 16 Uhr erforderlich – unter der Rufnummer (0 41 71) 34 19 oder per E-Mail an . Treffpunkt für die Führungen ist der Marstall.

Vortrag über die Münzprägungen

Außerdem beschäftigt sich um 15 Uhr ein Vortrag im Saal des Marstalls mit der Münzprägung in Winsen vor 400 Jahren. Dr. Jürgen Klahn berichtet in seinem Vortrag „Vor 400 Jahren: die Münzreform Herzog Christians des Älteren vom 14. September 1621“ über das Münzrecht der damaligen Zeit. Was es mit der Inflation des Pfennigs auf sich hat und warum der „gute Groschen“ von Bedeutung war, das werden Besucher in diesem Vortrag erfahren. In Winsen und Clausthal begann direkt nach dem Edikt 1621 die Prägung der neuen Münzen. Dass es in der Winsener Münze nicht immer mit rechten Dingen zuging, belegt Dr. Klahn mit spannenden Einzelheiten zum damaligen Münzmeister Hans Georg Meinhard. Auch für den Vortrag ist eine Anmeldung über das Museum ratsam, da auch die Besucherzahlen im Saal des Marstalls begrenzt sind.

Kinder stellen Ziegel selbst her

Zudem bietet das Museum die Kinderbauhütte am Winsener Schloss an. In dem offenen Angebot können sich Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren ganz praktisch mit historischen Denkmalen auseinandersetzen. Sie werden dort in historische Arbeitstechniken eingeführt und bekommen ein Gespür dafür, wie Bauen vor Hunderten von Jahren üblich war. Am Tag des offenen Denkmals liegt der Schwerpunkt auf der Arbeit mit Ziegeln. Dieser Baustoff, der in zahlreichen Bauwerken Winsens verarbeitet ist, kann in der Kinderbauhütte in kindgerechten Ziegelformen selber hergestellt werden. Weitere Arbeitstechniken werden in Absprache vor Ort ausprobiert.
Ein gibt einen Kaffee- und Kuchenverkauf. Alle Angebote dieses Tages sind kostenfrei. Die Besucher werden gebeten, sich vorab über die aktuell geltenden Hygienemaßnahmen auf der Homepage des Museums unter www.museum-im-marstall.de zu informieren. wa