Das matscht so schön: Die Strecke verlangte Fahrern und Fahrzeugen viel ab. (Foto: bau)

Stoppelfeldrennen wird zur Schlammschlacht

Oldendorf/Luhe. Nach einem Jahr coronabedingter Pause haben die Faslamsbrüder Oldendorf/Luhe ihr Jubiläums-Stoppelfeldrennen „nachgeholt.“ Die Bedingungen zum 30. waren für die Akteure auf dem Acker allerdings alles andere als feierlich. Der Dauerregen sorgte für tiefe Furchen und jede Menge festgefahrener Boliden. Der guten Laune tat dies auch angesichts einer bestens funktionierenden Organisation aber keinen Abbruch. „Alle waren gut drauf und haben sich gefreut, sich nach so langer Zeit mal wiederzusehen“, sagte Kai Hoffmann-Kruse von den Faslamsbrüdern.

Aufgrund der Corona-Bedingungen und der auf 500 Personen beschränkten Teilnehmerzahl (Fahrer, Helfer, Zuschauer) hatten die Organisatoren im Vorfeld nicht groß die Werbetrommel gerührt. „Die 100 möglichen Startplätze waren schon zu 90 Prozent in der Anmeldewoche vergeben“, sagte Hoffmann-Kruse erfreut. „Schön, dass uns Fahrer und Fans treu geblieben und trotz des schlechten Wetters gekommen sind.“

Auf dem zur Motorsportarena umgebauten Acker am Wetzener Weg in Oldendorf/Luhe entwickelte sich von Beginn an eine wahre Schlammschlacht. „Solche Bedingungen hatten wir in all den Jahren vielleicht einmal“, sagte Hartmut Meyer. Er gehört bei den Faslamsbrüdern zu den Akteuren der ersten Stunde des Stoppelfeldrennens. „Damals mussten wir die Autos sogar zur Startlinie schleppen“, erinnerte er sich.

Auf Meyer hört das ganze Fahrerfeld. Er sorgt dafür, dass alle pünktlich zum Vorstart kommen. Per Mikrofon ruft er seit Jahrzehnten die Fahrer zu ihrem Rennen auf. „In den ersten Jahren war es noch ein Megafon“, sagt er lachend. Und wenn nach mehrmaligem Aufrufen ein Starter immer noch nicht erschienen war, dann reichte mitunter auch seine Stimme ohne weiteres Hilfsmittel, um die „Sache“ zu beschleunigen.

Die meisten schafften es nur einmal ins Ziel

Die Bedingungen beim 30. Stoppelfeldrennen führten dazu, dass es die meisten Akteure in drei angesetzten Wertungsläufennur einmal ins Ziel schafften. „Der Matsch war irgendwann einfach zu tief“, meinte Meyer.

Die Organisatoren entschieden daher, in mehreren Klassen nur die gefahrene Bestzeit der Teilnehmer in die Wertung zu nehmen. Ausnahme bildeten die Allrad- und Spezialfahrzeuge. Dort wurden zwei von drei Zeiten für das Endergebnis genommen.

In der Allrad-Klasse sicherte sich der Chef der Faslamsbrüder, Hendrik Rund, den Sieg – wie schon 2019. Er verwies in 5:13 Minuten Kevin Lassen (Tespe/5:19) und Dirk Holzhauer (Schauenburg/5:31) auf die Plätze. In der Klasse bis 80 PS ging es eng zu. Am Ende setzte sich Jan Ole Pröhl (Deutsch Evern/3:06) vor Marian Koch (Betzendorf/3:10) und Lokalmatador „Ede“ Mädge (3:13) durch.

Bei den Fahrzeugen über 80 PS gewann Klaus Holsten (Wistedt/2:49) vor Sven Staggenborg (Heiddorf/2:51) und Lennart Koch (Betzendorf/3:01). Schnellste Frau im Feld war Jana Jürgensen aus Tespe in der Allrad-Klasse (2:56 Minuten). Die beste Tageszeit erreichte Markus Sauer aus Adendorf mit seinem Spezial-Fahrzeug (2:06 Minuten). Weitere Ergebnisse: Heckantrieb: 1. Rene Abendroth (Wetzen/3:49); Junior-Klasse: 1. Rene Hinsch (Wetzen/3:37). Von Marcel Baukloh