André Wiese (von links), Sonja Arvidson, Susanne Möller und Lena Stratmann freuen sich über das Förderprogramm. Foto: po

650 000 Euro für die Stärkung der Winsener Innenstadt

Winsen. Die vergangenen anderthalb Jahre, geprägt von Lockdowns, Hygienekonzepten und Auflagen, haben vielen Geschäften in den Innenstädten schwer zu schaffen gemacht. Um wieder neuen Schwung in die Städte zu bekommen, hat das Land Niedersachsen das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ entwickelt, das insgesamt 117 Millionen Euro umfasst. Der Stadt Winsen stehen von diesen Fördermitteln mindestens 650 000 Euro zur Verfügung. Das teilte die Stadt jetzt in einer Presseerklärung mit.

Um eine möglichst breitgefächerte Belebung des Stadtzentrums zu erreichen, setzt die Stadt auf mehrere Fokuspunkte. Dazu gehören der Ausbau städtischer Veranstaltungen, die Verschönerung der Bahnhofstraße sowie einige Vorhaben und Maßnahmen aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung. Umgesetzt werden können die einzelnen Projekte bereits ab Herbst, die Fertigstellung muss bis spätestens Ende März 2023 erfolgen.

Bürgermeister André Wiese zeigt sich dankbar über die Fördermittel:„In Winsen haben wir mit der Kosten-Freistellung der Außengastronomie aber auch unabhängig von der Förderung rechtzeitig auf die derzeitige Situation reagiert.“ Weiter freut sich Wiese über die durch den Stadtrat beschlossenen zusätzlichen Mittel: „Dank der zusätzlichen 400 000 Euro können wir flexibler und effektiver unsere Ideen und Vorhaben zur Stärkung der Innenstadt umsetzen“, erklärt der Wiese, der besonderes Augenmerk auf die Beteiligung der Bürger legen möchte.

Bürgerbeteiligung ist auch im Fachgebiet Wirtschaftsförderung ein wesentlicher Baustein. Ein Projekt der Wirtschaftsförderung ist die Durchführung eines Innovationswettbewerbs im Zuge der Leerstandsvermeidung. Auch wenn Winsen noch keine nennenswerten Probleme mit Geschäftsleerständen habe, möchte die Stadt durch den Wettbewerb einen noch breitgefächerten Branchenmix erreichen. „Alle, die eine innovative Geschäftsidee haben oder ein interessantes Konzept für die Nutzung eines Ladenlokals, können am Innovationswettbewerb teilnehmen“, so Organisatorin Lena Stratmann aus der Wirtschaftsförderung. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ines Bader arbeitet sie derzeit die Eckpunkte und Voraussetzungen für die Teilnahme aus, die ab Herbst den Winsenern vorgestellt werden sollen.

Ein weiteres Standbein sind die Veranstaltungen. Veranstaltungsleiterin Susanne Möller ist es wichtig, auch außerhalb der Weihnachtszeit Events auf die Beine stellen. Geplant werden die Termine immer quartalsweise – der Startschuss für die Durchführung der ersten Veranstaltungen fällt ab Oktober. So wird es auch immer wieder Aktionen rund um den Wochenmarkt geben. Begonnen wird mit einem Wochenmarkt-Herbstfest.

Für Aktionen rund um das Eingangstor der Innenstadt, der Bahnhofstraße, ist Sonja Arvidson zuständig. Die Straße, die den Bahnhof mit der Innenstadt verbindet und viel Fußgängerverkehr aufweist, soll optisch mit kleineren Aktionen aufgewertet werden. Durch Kunst und eine optimierte Grüngestaltung soll der Weg einladender werden. Bei den Planungen ist auch die Einbeziehung von Bürgern angedacht. In welcher Form das passieren wird, soll in den nächsten Wochen und Monaten erarbeitet werden. wa