Ein Doktortitel zu viel auf dem Stimmzettel bei Winsener Stadtratswahl

Winsen. Auf die Stimmzettel für die Winsener Stadtratswahl hat sich ein falscher Doktortitel geschlichen: CDU-Kandidat Johannes Klemm, Platz 21 auf der Parteiliste, hat den Zusatz „Dr.“ bekommen. Die Partei habe den Bewerber so angemeldet, von der Wahlleitung könne eine solche Angabe nicht überprüft werden, erklärte Stadtwahlleiter Christian Riech. Die CDU habe den Fehler dann selbst bemerkt.

Anders als im Fall der Kreistagswahl, wo 200 000 Stimmzettel wegen eines zu groß geschriebenen Bewerbernamens eingestampft werden müssen (WA berichtete) habe der versehentlich zugefügte Doktortitel aber keinen Einfluss auf die Gültigkeit der Stimmzettel, so Riech. Da die Namensangabe eines Bewerbers gewährleisten soll, dass der Wähler die Person identifizieren kann und dies bei Johannes Klemm (ob mit oder ohne Doktortitel) nicht zweifelhaft sei, berühre diese „kleine Unkorrektheit die Gültigkeit des Stimmzettels nicht“. Darin seien sich Landeswahlleitung, sowie Kreis- und Stadtwahlleiter einig.

Derweil hat sich der CDU-Ortsverband Winsen zwischenzeitlich öffentlich für den Lapsus entschuldigt. Die Kommission zur Einreichung der Wahlvorschläge habe den Fehler übersehen. „Es handelt sich lediglich um ein Versehen, wir wollten aus dem falschen Doktortitel keinen Profit schlagen“, betont der Vorsitzende Nils-Oliver Höppner. In allen anderen CDU-Veröffentlichungen sei Johannes Klemm ausnahmslos mit korrektem Namen aufgeführt. „Herr Klemm ist ausgewiesener Experte im Gesundheitsschutz, der sehr viel Engagement für die Winsener Bürgerinnen und Bürger zeigt und auch ohne Doktortitel zu Recht auf der Liste der CDU Winsen steht“, so Höppner.

Thomas Mitzlaff