Wie das Dampfdreschen früher funktionierte, können sich Besucher des Freilichtmuseums am Wochenende anschauen. (Foto: FLMK)

Ausflugstipp: Zeitreise bei „Landwirtschaft im Wandel“ auf dem Kiekeberg

Ehestorf. Am Sonnabend und Sonntag, 11. und 12. September, erleben Besucher des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf, wie die Menschen auf dem Land in den letzten Jahrhunderten das Feld bestellten und die Ernte weiterverarbeiteten. Experten führen bei den Thementagen „Landwirtschaft im Wandel“ von 10 bis 18 Uhr historische und moderne Landmaschinen vor und erklären, wie sich der Arbeitsalltag im landwirtschaftlichen Betrieb entwickelte. Führungen durch die „Königsberger Straße“, Mitmach-Aktionen für Kinder und kulinarische Leckerbissen runden das Programm ab.

„Wir heizen unseren Lanz Bulldog an, betreiben mit einer Dampflokomobile die Dreschmaschine und werfen den Strohhäcksler an. Unsere Besucher können auch die großen modernen Landmaschinen vom Lohnunternehmen Hauschild bewundern“, erläutert Museumsdirektor Stefan Zimmermann. Die Freunde der Ritscher Trecker aus Sprötze zeigen an einem Messestand im Stile der 1930er-Jahre ihre historischen Maschinen, wie den Ritscher N14 und den N20. Besucher sehen, wie Experten ein Feld mit dem Ritscher-Dreirad und mit Ochsen aus dem Museumsdorf Volksdorf pflügen. Bei Führungen in der neu entstehenden „Königsberger Straße“ erfahren sie, wie sich die Menschen in der Nachkriegszeit selbst versorgten und was in ihren eigenen Nutzgärten wuchs.

Bei den Mitmachangeboten steuern die Kinder landwirtschaftliche Fahrzeuge von SIKU in Miniaturform selbst. Sie bestimmen Getreidekörner und basteln daraus ein Mandala. Außerdem dreschen sie mit Dreschflegeln Garben aus. Der Museumsgasthof Stoof Mudders Kroog und das Rösterei-Café Koffietied bieten Speisen und Getränke an. Vor dem Ausstellungsgebäude erhalten Besucher Kaffee und Kuchen.

Kleiner Wermutstropfen: „In diesem Jahr machen wir aufgrund der Corona-Pandemie kein Treckertreffen“, erläutert Stefan Zimmermann. „Bitte lassen Sie daher Ihren Traktor zu Hause, wir können Sie nicht ins Museum oder auf die Parkplätze lassen.“ wa