Alexia Hauf schließt diesen Konter gegen Metzingen erfolgreich ab. Insgesamt hätte die Luchse ihr Tempospiel noch mehr forcieren können. (Foto: rin)

Handball-Bundesligist reist nach Lemgo zu Blomberg-Lippe

Buchholz. Immer wenn die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten auf die HSG Blomberg-Lippe treffen, dann verspricht die Bundesliga-Partie der Handballerinnen ein wenig Brisanz. Denn bei Blomberg hält Ex-Luchse-Trainer Steffen Birkner die Zügel in der Hand. In der letzten Spielzeit unterlagen die Luchse in den beiden Punktspielen zweimal nur knapp; im Halbfinale des Final-Four im DHB-Pokal dagegen konnten dann überraschend die Luchse gewinnen und versetzten der Birkner-Truppe einen herben Dämpfer. Nun müssen die Luchse im zweiten Saisonspiel morgen die Auswärtsfahrt nach Lemgo antreten. Übertragen wird die Partie ab 18 Uhr wie in der Vorsaison im Internet auf sportdeutschland.tv.

Luchse-Trainer Dubravko Prelcec hat das Auftaktspiel mit der 28:31-Niederlage für sein Team gegen Metzingen noch einmal im Video studiert und musste seine Meinung etwas revidieren. Er hatte direkt nach dem Spiel einiges an der Leistung seiner Spielerinnen auszusetzen gehabt und war nicht zufrieden. „Tatsächlich haben die Mädels ein gutes Spiel gemacht“, gibt er jetzt zu, erklärt allerdings seinen früheren Unmut: „In zwölf Situationen hat sich das Team nicht an meine Vorgaben gehalten; wir haben sechs 100-prozentige Möglichkeiten liegen gelassen. Auf diesem Niveau geht es um vielleicht vier Bälle, die wir mehr hätten erobern müssen. Es hätte von unserer Seite wenig gebraucht, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

In der Vorbereitung erinnerte Prelcec sein Team noch einmal an das furiose Erlebnis im Final-Four: „Ich habe noch einmal an die Kommentare während der Live-Übertragung vom Bundestrainer erinnert. Warum ein Team, das so gespielt hat wie wir, überhaupt in Abstiegsnot sein kann, fragte er damals. An die guten Emotionen von damals müssen wir uns jetzt erinnern.“

Dass die Luchse gegen Blomberg zuletzt gut mitspielen konnte, lag insbesondere auch am starken Defensivverhalten. „Wenn wir es schaffen, das Tempospiel der HSG zu unterbinden und das Team in den Positionsangriff zwingen können, dann haben wir Chancen“, schildert der Kroate. Im Klartext bedeutet das, saubere Abschlüsse im Angriff hinzulegen, technische Fehler zu minimieren und ein gutes Rückzugsverhalten zu präsentieren. „Wir müssen ein frühes Stoppfoul generieren, damit Blomberg gar nicht erst Fahrt aufnehmen kann und dann mit Geschwindigkeit auf unsere Abwehr läuft“, beschreibt Prelcec die erste wichtigen taktischen Maßnahme.

Die HSG Blomberg-Lippe konnte den Kern des Teams aus der letzten Saison zusammenhalten. Die Auftaktniederlage gegen Bietigheim mit 19:33 bewertet wohl niemand zu hoch, stellt Bietigheim doch einen der Top-Favoriten auf die Meisterschaft. Mit Laetitia Quist aus Metzingen und der Schwedin Linnea Petterson konnte sich Blomberg gezielt verstärken. Somit darf man auf das Duell mit den Luchsen gespannt sein.

Von Kathrin Röhlke