Landrat Rainer Rempe (CDU). (Foto: LK Harburg)

Landrat übt Kritik an Hamburgs Verkehrssenator

Winsen. Im Landkreis Lüneburg atmet man auf: Die Pläne der Deutschen Bahn für die Strecke Hamburg – Hannover sollen auf einen Neubau einer Bahnstrecke entlang der Autobahn 7 bis nach Lüneburg hinauslaufen. Damit wäre die sogenannte Variante Alpha E, ein Ausbau der Bestandsstrecke, vom Tisch (der WA berichtete).
Im Landkreis Harburg allerdings regt sich Widerspruch. Die neue Trasse würde vor allem durch die hiesigen Gemeinden führen. Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) hatte sich jetzt öffentlich zu diesem Thema geäußert und seine Vorfreude zum Ausdruck gebracht.

Dies wiederum ärgert Landrat Rainer Rempe, der in seinem Bericht im Ausschuss für Wirtschaft, ÖPNV und Tourismus deutliche Worte an die Adresse des Hamburger Rathauses richtete. „Ich habe gedacht, dass wir diese Art des Umgangs miteinander hinter uns gelassen hätten“, so Rempe mit Blick auf die immer mal wieder dürftige Kommunikation des Hamburger Senats in die benachbarten Landkreise.

Zudem sei an dem Thema nichts dran. Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann hatte mit einem Dementi auf die Berichte reagiert. Es gehe nach wie vor um die Variantenprüfung für den Ausbau des Bahnverkehrs und es würden weiterhin die Ergebnisse des Dialogforums Schiene Nord gelten, stellte der Landrat klar. Das Forum bevorzugt bisher den Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Hamburg und Hannover.

„Tjarks macht jetzt Stimmung“, monierte Rempe. Er werde diesen Vorstoß des Hamburger Verkehrssenators beim anstehenden Treffen der Kommunen und der Hansestadt zur Sprache bringen. Ansprechpartner soll dann Bürgermeister Peter Tschentscher sein. bjh