TSV Elstorf
Elstorfs Julian Scheibner (Mitte) wird in dieser Szene von Hedendorfs Daniel Jankowski (links) und Nick Unruh in die Zange genommen. (Foto: ks)

Fußball-Schonkost bringt Sieg

Elstorf. „Es war wirklich keine Fußball-Feinkost!“ Aber Elstorfs Trainer Hartmut Mattfeldt war nach dem wichtigen 3:1-Sieg in der Landesliga-Qualifikationsgruppe 2 gegen den VSV Hedendorf/Neukloster sichtbar erleichtert. Der zweite Saisonsieg war eingefahren.

In einer schwachen ersten Halbzeit, in der Mattfeldt die Gäste besser gesehen hatte, gingen die Hausherren glücklich in Führung. Der Schiedsrichter wertete einen Klärungsversuch eines VSV-Abwehrspielers als kontrollierte Rückgabe zum Torwart. Der indirekte Freistoß von Kevin Machado fand aus sechs Metern den Weg durch die Mauer zum 1:0-Führungstreffer ins Tor. Kurz vor der Halbzeit rettete Elstorfs Keeper Timo Haepp die Führung: Er parierte einen Elfmeter von Felix Arlt.

Im zweiten Durchgang waren die Elstorfer im Derby insgesamt griffiger und hatten Chancen, die Führung auszubauen. Zunächst scheiterte Andre da Silva Goncalves noch aus sieben Metern an Hedendorfs Keeper Sebastian Menzel. Dann düpierte Goncalves Dennis Maschmann, der versuchte, seine körperliche Überlegenheit an der Grundlinie auszuspielen. Der Elstorfer ließ ihn ins Leere laufen, schnappte sich den Ball und passte in den Fünfmeterraum. Dort stocherte Timo von Reith den Ball im zweiten Versuch aus sechs Metern zum 2:0 ins Tor.

Ugur Mercan verwandelt zum 1:2-Anschlusstreffer

Es wurde aber noch einmal spannend. Nachdem Elstorfs Keeper Haepp bei einem Klärungsversuch mit einem VSV-Stürmer zusammengeprallt war, ließ der Schiedsrichter zunächst Vorteil laufen, entschied dann aber auf Elfmeter. Ugur Mercan verwandelt zum 1:2-Anschlusstreffer.

Danach gab es Gelegenheiten für beide Teams. Elstorfs Timo von Reith kam gegen Keeper Menzel zu spät, auf der anderen Seite segelte ein Kopfball von Jan-Hendrik Scheppeit nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Sechs Minuten später kratzte TSV-Keeper Haepp einen Freistoß gerade noch aus seiner rechten Toreck. Von Reith vergab die Entscheidung, als er von der rechten Seite knapp am langen Pfosten vorbei zielte. Diese besorgte Melvin Krolikowski dann in der Nachspielzeit. Von links landete sein Schuss über den Innenpfosten zum umjubelten 3:1 in den Tormaschen.
„Jetzt spielen wir nicht gut, gewinnen aber“, konnte sich Trainer Mattfeldt einen süffisanten Rückblick nicht verkneifen. „Aber egal, heute haben nur die drei Punkte gezählt.“

Von Karsten Schaar