Veith Horstmann (im Wurf) hier ist Spiel gegen Darverden steuerte in Neerstedt drei Treffer bei. (Foto: rin)
Veith Horstmann (im Wurf) hier ist Spiel gegen Darverden steuerte in Neerstedt drei Treffer bei. (Foto: rin)

Auf dieser Leistung aufbauen

Verbandsligist Eyendorf unterliegt in gutem Spiel bei TV Neerstedt trotz mehrerer Ausfälle nur knapp.

Eyendorf. Besten Verbandsliga-Handball servierten der TV Neerstedt und der MTV Eyendorf am Sonnabendabend ihren Fans. In Neerstedt unterlag der MTV in einem Spiel auf Augenhöhe den Gastgebern hauchdünn mit 28:31, nachdem Eyendorf zur Pause noch knapp mit 14:13 in Front gelegen hatte.

„Beide Teams haben richtig guten Handball gezeigt“, war Uwe Richter, der erneut Marcus Krause an der Seitenlinie vertrat, durchaus angetan von der Partie. „Am Ende haben wir drei Fehler mehr gemacht als Neerstedt. Das war der einzige Unterschied.“

Ohne Milan Weißbach und Vito Clemens mussten die Eyendorfer die Auswärtsfahrt antreten. Zweifelsohne eine Schwächung. Als dann Sebastian Wartjes (4/1) nach 18 Minuten schon das zweite Mal für zwei Minuten auf die Bank musste, schrumpften Richters Optionen in der Defensive massiv. Aber Leon Wiechers und Fabian Witthöft, der erstmals wieder nach seiner Verletzung auf der Platte stand, arbeiten im Innenblock alles sauber weg.
Doch die personelle Situation wurde für die Eyendorfer noch prekärer: Keeper Nils Kindermann knickte ebenso um wie Kreisläufer Marcel Petersen (3). Für Kindermann kam Johann Frischkorn zwischen die Pfosten, der nach wenigen Angriffen gewohnt stark auf dem Posten war. Linkshänder Claudio Petermichl (3) erhielt einen Schlag auf den Kiefer und musste ebenfalls raus.

Richtig bitter wurde es in der 30. Minute: Direkt nach dem Wiederanpfiff zeigten die Unparteiischen glatt Rot gegen Leon Wiechers. „Das war eine extrem harte Entscheidung. Niemand in der Halle hat ein böswilliges oder brutales Foul gesehen. Es war ein klarer Stoß, vielleicht sogar auch zwei Minuten und Strafwurf, aber wohl sicher nicht Rot“, urteilte Richter. Damit hatte Eyendorf auch im Angriff wichtige Alternativen eingebüßt. Erstaunlich, dass das Team trotzdem nicht auseinanderfiel, sondern sich sogar wieder bis zum Remis herankämpfte.

In einer intensiv geführten Partie mit Härte auf beiden Seiten schenkten sich die Teams nichts. Zunächst legte Neerstedt knapp vor, und Eyendorf glich aus, dann kurz vor der Pause führte der MTV knapp, und Neerstedt zog nach. Das blieb auch bis zum 18:18 so, ehe die Gastgeber sich mit 21:18 leicht absetzen konnten. Richter nahm die Auszeit, konnte den 5:0-Lauf der Neerstedter damit aber nicht unterbrechen. Diesen fünf Toren lief der MTV erst einmal hinterher. „Da war die Partie fast schon durch“, äußerte Richter, zumal Neerstedt nun den wurfstarken Gunnar Haisel (11/4) in Einzelmanndeckung nahmen.

Aber Eyendorf konterte und holte ebenfalls mit einem 5:0-Lauf bis zu 54. Minute wieder bis zum 26:26-Remis auf. Das Team ließ in dieser Phase sogar noch zwei, drei hundertprozentige Tormöglichkeiten liegen. Sebastian Wartjes warf sein Team wenig später noch einmal auf 27:28 heran, Gunnar Haisel gelang noch das 28:30, ehe Neerstedt den 31:28-Siegtreffer setzte.

„Sicher waren wir enttäuscht. Aber dass das Team eine so starke Leistung gegen einen ebenfalls sehr starken Gegner mit erfahrenen Rückraumspielern und gutem Keeper macht, zeigt, dass wir für die nächsten Aufgaben gerüstet sind“, lobte Uwe Richter. Für die kommenden drei Heimspiele gegen unter anderem zwei Top-Teams der Liga hätte der MTV sicher ein Polster gerne mitgenommen, aber auf den zuletzt gezeigten Leistungen kann die Mannschaft prima aufbauen.

Von Kathrin Röhlke

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.