Beeindruckt von der Dorfentwicklung in Marxen war Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (3.v.r.). Die Maßnahmen vor Ort erläuterten (v.l.n.r.): Olaf Muus (SG Hanstedt), Planer Carsten Janssen, Bürgermeister Christian Meyer, André Bock (MdL), Kreisrat Josef Nießen und die Landesbeauftragte Monika Scherf. (Foto: ArL Lüneburg)

Das Dorf soll Dorf bleiben und leben

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast auf Stippvisite in Marxen und Winsen.

 Harburg. Die neue Hauptstraße in Marxen im Landkreis Harburg ist so gut wie fertig. Gefördert wurde das Projekt mit mehr als 1,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds. Der Geldtopf hatte auch schon bei der Sanierung des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Lindenhofs geholfen,

Die Straße war einst Teil der alten Postkutschenroute von Celle nach Harburg, heute ist sie wichtig für das zentrale Leben im Ort:

Lob für Bausubstanz

Beide Projekte waren in dieser Woche die erste Station von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Sie war am Donnerstag im Landkreis unterwegs, um sich zentrale Projekte des niedersächsischen Dorfentwicklungsprogramms anzuschauen. „Es ist sehr beeindruckend, zu sehen, wie die ortsbildprägende Bausubstanz hier an vielen Stellen erhalten werden konnte und es gleichzeitig gelungen ist, neues Leben in die Dörfer zu holen und damit den ländlichen Raum attraktiver zu machen“, freute sich Otte-Kinast, deren Ministerium die Fördergelder von EU, Bund und Land verteilt.

 Berater vom Amt mit im Boot

Beraten und begleitet werden die einzelnen Maßnahmen vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg. Allein 51 Dörfer mit jeweils vier bis fünf kleinen Orten betreut das Amt in den elf Landkreisen des Amtsbezirkes. „Als regionale Behörde vor Ort sind wir nah dran an den Kommunen und an den Menschen, die hier leben“, sagte die Chefin des ArL, Monika Scherf, bei der Besichtigungstour, die anschließend an die Elbe nach Laßrönne führte.

Dort ist gerade ein weiteres Projekt kurz vor der Fertigstellung. 500.000 Euro Fördergelder gab es für den Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses, das im Frühjahr nächsten Jahres eingeweiht werden soll.

Der Dorfcharakter im Fokus

„Solche zentralen Treffpunkte sind ein wichtiger Baustein in der Dorfentwicklung. Wir bekommen allerdings auch sehr viele Anträge von Privatleuten, die ihre Dächer und Fassaden so sanieren wollen, dass der Charakter des Dorfes erhalten bleibt“, erläuterte Monika Scherf, deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen häufig draußen unterwegs sind, um Antragsteller in den entsprechenden Dörfern zu beraten.

So bildeten zwei private Höfe an der Elbe den Abschluss der gemeinsamen Besichtigung mit der Landwirtschaftsministerin, die sich sehr beeindruckt zeigte. „Die Beispiele zeigen, wie sich das Dorfentwicklungsprogramm weiterentwickelt hat und wie man hier zeitgemäß den Herausforderungen der Region begegnet. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Geld viel Gutes für den ländlichen Raum auf den Weg bringen“, sagt die Ministerin.

WA