Die Zukunftswerkstatt in Buchholz ist ein Leuchtturmprojekt. (Foto: Zukunftswerkstatt)

Beste Berufsaussichten dank Zukunftswerkstatt

Die Lüneburger Uni Leuphana und Zukunftswerkstatt Buchholz wollen enger zusammenarbeiten.

Lüneburg/Buchholz. Die Leuphana Universität Lüneburg und die Zukunftswerkstatt Buchholz wollen künftig gemeinsam daran arbeiten, mehr junge Menschen für die sogenannten MINT-Fächer zu begeistern. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind bisher insbesondere bei weiblichen Jugendlichen wenig gefragt, obwohl sie gerade vor dem Hintergrund des akuten Fachkräftemangels beste Berufsaussichten bieten.

Die Kooperationspartner wollen die Nachfrage nach diesen Fächern verbessern, indem sie neue Lehr-/Lernformate entwickeln, analysieren und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Das haben die beiden Einrichtungen jetzt in einer im Beisein des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, in Hannover geschlossenen Kooperationsvereinbarung verabredet.

Einmaliges Projekt in der Republik

Die bundesweit einmalige Zukunftswerkstatt Buchholz engagiert sich bereits seit Jahren erfolgreich als außerschulischer Lernort für eine bessere Aufnahme von MINT-Themen bei Kindern und Jugendlichen. Die Leuphana Universität Lüneburg bildet seit Jahrzehnten Lehrkräfte für Grund-, Haupt-.und Realschulen aus. Die jetzt beschlossene Zusammenarbeit hat Vorbildcharakter für die Lehrkräftebildung in Niedersachsen: Studierende des Lehramts können erstmals begleitete Praxiserfahrungen an einem außerschulischen Lernort machen und sie dann für den individuellen Kompetenzerwerb ihrer späteren Schüler*innen einsetzen.

Leuphana-Studenten forschen in der Werkstatt

Konkret sollen Studierende der Leuphana die Möglichkeit erhalten, Projekte in der Zukunftswerkstatt zu gestalten und Forschungsarbeiten durchzuführen. Ziel ist es, gemeinsam innovative, insbesondere digitale Formate zu entwickeln und zu etablieren, die praxiserprobt und empirisch gesichert sind. Die Kooperation in Lehre und Forschung zielt auch darauf ab, gemeinsam Drittmittel einzuwerben und die Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft zu verbessern.

Auf Seiten der Leuphana leitet Dr. Simone Abels, Professorin für die Didaktik der Naturwissenschaften und Vizepräsidentin für Lehrkräftebildung, das Projekt. Die Zukunftswerkstatt ist vertreten durch ihren Geschäftsführer, Prof. Wolfgang Bauhofer, und Jan Bauer, den ersten Vorsitzenden des Fördervereins. Die Beteiligten sind sich einig, dass beide Institutionen vom Austausch profitieren werden: Theorie und Praxis einer kontextorientierten und zukunftsrelevanten MINT-Bildung sollen sich durch forschenden Austausch zwischen Zukunftswerkstatt und Leuphana zielgerichtet weiterentwickeln.

WA/leuphana