Der Weg zu den Laichplätzen ist gefährlich. (Foto: Ditmar Großkopf/Gem. Seevetal)

Krötentod tut nicht not

Seevetal. Außergewöhnlich früh hat die Wanderung von Amphibien in der Gemeinde Seevetal begonnen. Frösche, Kröten und Molche queren die Straßen, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen.

In der Gemeinde Seevetal sind unter anderem die Straßenzüge Neuenfelde, Hasentalweg und Oberer Heidschlickweg im Bereich Helmstorf/Lindhorster Heide sowie der Fachenfelder Weg im Bereich Maschen/Horst betroffen. Hier stellt die Gemeinde auch entsprechende Warnschilder auf und bittet alle Autofahrer um besondere Rücksicht.

Der gefährliche Treck zu den Laichplätzen

Die Amphibien werden je nach Witterung in den kommenden zwei Monaten zu ihren Laichgewässern wandern. Die Amphibienwanderung kann sich je nach Wetterlage bis Mitte April hinziehen. Nach Aussagen der NABU-Fachgruppe Amphibien- und Reptilienschutz in Hamburg benötigen die Tiere einen längeren Zeitraum mit Temperaturen von über 5°C in den Abendstunden, nachts muss die Temperatur zudem über dem Gefrierpunkt liegen.

 

Jetzt sind die ersten Tiere in Seevetal gesichtet worden. Besonders viele Arten machen sich in milden Nächten mit hoher Feuchtigkeit auf zu ihren Laichgewässern und legen dabei Strecken von bis zu zwei Kilometern zurück. Ein gefahrvoller Weg, denn sie müssen auf ihrer Wanderung viele Straßen überqueren und kommen dabei buchstäblich unter die Räder.

Viele stehen auf der Roten Liste

Für den Amphibienbestand sind diese Verluste tragisch, da viele Amphibienarten als gefährdet gelten und auf der Roten Liste stehen. Frösche, Kröten und Molche sterben nicht nur durch das direkte Überrollen unter den Autoreifen. Auch der geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Fahrzeuge kann die Tiere töten. Autofahrer sollten deshalb auf Straßen und Wegen mit Amphibienwanderungen Tempo 30 nicht überschreiten, um den Druck gering zu halten und die Überlebenschance der wandernden Tiere zu erhöhen.