Dieser große Baum stürzte auf ein Wohnhaus. (Foto: Feuerwehr Seevetal/Matthias Köhlbrandt)

Dauereinsatz für Feuerwehren im zweiten Sturmtief

LK Harburg.  Eine sehr unruhige Nacht liegt hinter den Mitgliedern der 107 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Harburg. Orkan „Zeynep“ schlug auch hier mit voller Wucht zu. Nachdem bereits in den Nachmittagsstunden des Freitags erste Einsätze wegen umgestürzter Bäume gefahren werden mussten, stiegen gegen Abend die Einsatzzahlen bereits deutlich an. Als der Orkan kurz nach Mitternacht seinen Höhepunkt erreichte, erfolgten die Alarmierungen der Wehren im Minutentakt. Schon seit 18 Uhr hatten in allen Städten und Gemeinden die Kommunalen Einsatzleitungen (KEL) ihren Betrieb aufgenommen und disponierten die Einsätze auf ihrem Gebiet.

Insgesamt arbeiteten die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr fast 1100 Einsatzstellen in allen zwölf Städten und Gemeinden des Landkreises ab. Besonders betroffen waren hierbei Buchholz, Seevetal, Hanstedt und Tostedt.

In Winsen löste sich ein Teil des Daches eines Mehrfamilienhauses in der Brahmsallee und verfing sich in einem nahestehenden Baum. Die Feuerwehr Winsen setzte ihre Drehleiter zur Bergung der Trümmerteile und zur Sicherung des Daches ein.

Foto: Feuerwehr Seevetal

Mehr als 200 Einsätze absolvierte allein die Feuerwehr Seevetal im Kreis Harburg im zweiten Sturmtief bis zum Morgen.

Seit Freitagabend waren die 14 Ortsfeuerwehren der Gemeinde bis in die Nachmittagsstunden des Samstags pausenlos im Einsatz, um die angefallenen Einsätze abzuarbeiten.

Einer der Einsatzschwerpunkte der Gemeinde waren dabei Maschen-Heide und Horst, teilweise waren hier bis zu sieben Ortsfeuerwehren zeitgleich im Einsatz. In allen Ortsteilen der Gemeinde fielen die Hilfeleistungseinsätze an.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist glücklicherweise nicht von Personenschäden auszugehen. Schon seit den frühen Abendstunden des Freitags war die Kommunale Einsatzleitung (KEL) der Gemeinde im Feuerwehrhaus.

Foto: Feuerwehr Seevetal

Alle Hilfeersuchen aus der Gemeinde, die über Notruf 112 an die Rettungsleitstelle gingen, wurden von dort sofort an die KEL weitergeleitet, von dort wurde die Einsätze dann an die eingesetzten Kräfte disponiert.

Teilweise mussten sich die Kräfte die Wege zu den eigentlichen Einsatzorten erst einmal freisägen, überall blockierte umgestürzte Bäume die Zufahrten.

Brisant war die Lage in der Straße „Wilder Kamp“ in Maschen, hier drohten mehrere große Kiefern durch die Böen zu entwurzeln und auf Wohnhäuser zu fallen. Mehrere Ortsfeuerwehren, die Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld und der Rüstwagen der Feuerwehr Maschen schafften es gemeinsam, die Bäume zu beseitigen und so die Gefahr für die Wohnhäuser zu beseitigen.