Carsten Bünger beim Anbringen eines Plakats. (Foto: Polizei)

Taschendiebe haben Konjunktur – Frau um 3000 Euro gebracht

Buchholz: Nahezu täglich werden der Polizei im Landkreis
Taschendiebstähle angezeigt. Gestern traft es eine 68-Jähriige in Winsen, 3000 Euro sind weg.

Nach Taschendiebstahl Geld abgehoben

Zwischen 14 und 14:30 Uhr entwendeten Unbekannte
die Geldbörse der Frau aus der Handtasche der Geschädigten. Die 68-jährige stellte den Diebstahl erst später fest. In der Geldbörse befanden sich rund 180 Euro sowie mehrere EC-Karten und Ausweise. Mittels der EC-Karten gelang es den Tätern noch vor der Kartensperrung knapp 3000 Euro von verschiedenen Konten abzuheben.

Den Tätern gelingt es immer wieder, den Geschädigten unbemerkt Portemonnaies aus der Jackentasche oder der offen getragen Handtasche zu ziehen. Manchmal haben die Täter auch besonders leichtes Spiel: Handtaschen werden beim Einkaufen an oder in den Einkaufswagen gehängt oder gut sichtbar auf dem Rollator deponiert.

Um die Bürgerinnen und Bürger zu mehr Wachsamkeit zu motivieren, hatte die Polizeiinspektion Harburg im Jahr 2020 eine Plakatkampagne begonnen, die in regelmäßigen Abständen mit neuen Motiven auf das Problem hinweist.

Bürger sensibilisieren

Aktuell werden im Landkreis wieder neue Plakate verbreitet. Mit den Texten „Alle 11 Minuten verliebt sich ein Dieb in Ihre Tasche!“ und „Vielen Dank für Ihre Unaufmerksamkeit!“ sollen die Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert werden. Dazu
sagt der Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Harburg, Kriminalhauptkommissar Carsten Bünger: „Es gibt so einfache und gute Möglichkeiten, es den Taschendieben so schwer wie möglich zu machen. Verwahren
sie z.B. das Portemonnaie nicht im Beutel im Einkaufswagen, sondern in verschlossenen Taschen am Körper oder tragen Sie Handtaschen oder Rucksäcke vor dem Körper.“

Nicht selten haben es die Diebe gar nicht auf das Bargeld, sondern auf die Zahlungskarte abgesehen, mit der sie anschließend einkaufen gehen oder das Konto
plündern. Deshalb hat Kriminalhauptkommissar Bünger noch einen wichtigen Tipp: „Verwahren sie die PIN unbedingt getrennt von der Zahlungskarte und achten sie bei der Bezahlung mit Karte auf eine verdeckte PIN-Eingabe.“