Der Boden für eine Insektenweide wird bereitet - hier nahe der Märchensiedlung. (Foto: Stadt Buchholz)

Buchholz legt drei neue Insektenweiden an

Buchholz. „Endlich ist der Boden wieder abgetrocknet“, freut sich Thomas Söller, Landschaftsplaner bei der Stadt Buchholz. „Wie haben gleich die Gelegenheit genutzt, neue Flächen für Wildbienen und Co. vorzubereiten.“ So ist in der Märchensiedlung eine etwa 300 Quadratmeter große artenarme Rasenfläche umgepflügt worden, die bisher jeden Sommer mindestens sechs Mal gemäht wurde. „In den nächsten Tagen wird hier eine Mischung möglichst einheimischer, auf jeden Fall aber standortgerechter Wildblumen angesät, die dann hoffentlich auch bald blühen und das Nahrungsangebot für unsere Insekten erweitern“, erläutert Söller. Nicht nur die Natur profitiert, auch die Stadt: „Wir müssen hier künftig nur noch einmal im Jahr mähen und sparen Arbeit und Geld.“

Parallel wird ein Grünstreifen im Bereich des Seppenser Mühlenwegs bearbeitet, der als eine Art Trittsteinbiotop für Insekten im Bereich Richardt-Heuer-Park, Sniers Hus sowie dem Friedhof Seppensen funktioniert. „Der Friedhof ist zwar schon in vielen Bereichen insektenfreundlich angelegt“, berichtet Söller. So sind die Grünstreifen an den Wegen des Gottesackers mit Blühstauden und Blütenbäumen bepflanzt. „Das wird von den Insekten auch schon gut angenommen“, erläutert der Fachmann, „aber das soll noch mehr werden.“

Deshalb wurde zudem dem Wunsch der Bienenbotschafter Holm-Seppensen entsprochen, auf dem artenarmen, fast schon steril wirkenden Rasen zwischen der Kapelle und der Bushaltestelle eine Blumenwiese anzulegen. Auch hier ist der Boden inzwischen bereitet. „Jetzt übernehmen die Bienenbotschafter das Regiment und säen in Ihrer Freizeit in den nächsten Tagen eine Saatgutmischung aus“, freut sich Söller. Diese stammt vom „Netzwerk blühende Landschaft“ . Mehr Informationen zum Thema gibt es im Web unter https://bluehende-landschaft.de
hh