Kriminalhauptkommissar Carsten Bünger ist Beauftragte für Kriminalprävention. (Foto: Polizei)

Die kriminelle Tour mit dem Schock am Telefon

Landkreis Harburg. Anrufe von falschen Polizeibeamten, angeblichen Enkeln, vorgeblichen Microsoft-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern – fast täglich werden bei der Polizei im Landkreis Harburg solche Betrugsversuche angezeigt. Dabei erfolgt die Kontaktaufnahme durch die Täter telefonisch, in den letzten Monaten zunehmend auch über Messenger-Dienste.

Schockanrufe

Bei sogenannten „Schockanrufen“ wollen die Täter den Angerufenen vorspielen, dass die Tochter oder der Sohn in einen schweren Unfall verwickelt worden sei und zur Haftverhinderung eine
Kaution gezahlt werden müsse. Da sie diese nicht aufbringen könnten, sollten nun die Angerufenen für die Beibringung des Geldbetrags sorgen. Leider fallen auch auf diese miese Masche immer wieder lebensältere Mitbürgerinnen und Mitbürger herein und verlieren nicht unerhebliche Bargeldbeträge oder auch Schmuck.

Ganz aktuell werden über den Messengerdienst WhatsApp Nachrichten verschickt, in denen die angebliche Tochter oder der Sohn mitteilen, eine neue Handynummer zu haben und dann nach Geld aufgrund einer Notsituation fragen. Auch hier kommen die Betrüger leider immer wieder zum Erfolg.

Notrufnummer wird missbraucht

Der Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Harburg, Kriminalhauptkommissar Carsten Bünger, weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass die Polizei nie mit der Notrufnummer 110 Anrufe tätigt, am Telefon nicht nach finanziellen oder persönlichen Gegebenheiten fragt und schon gar nicht mit der Inhaftierung naher Angehöriger droht, um die Beibringung eines Geldbetrages zu fordern. Ganz grundsätzlich rät er dazu, immer dann hellhörig zu werden, wenn die Anruferinnen oder Anrufe nach relativ kurzer Zeit nach Geld
fragen.

Um über diese Betrugsphänomene aufzuklären, sind am Freitag, d. 22.04.22, von 09.00 bis 12.00 Uhr, landkreisweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeiinspektion Harburg zusammen mit Angehörigen des Weissen Rings für ein persönliches Gespräch an folgenden Orten präsent:

  • Buchholz in der Nordheide: Fa. Famila, Lindenstraße 15 (09.00 bis 12.00 Uhr)
  • Neu Wulmstorf: Wochenmarkt, Am Marktplatz (09.00 bis 11.30 Uhr)
  • Salzhausen: Fa. Aldi Alte Baumschule 2 (09.00 bis 10.30 Uhr), Fa. Penny, Am
    Waldbad 1 (10.30 bis 12.00 Uhr)
  • Seevetal (Meckelfeld): Wochenmarkt, Mattenmoorstraße/Bereich Bäckerei (09.00 bis
    12.00 Uhr)
  • Tostedt: Fa. Bade, Kastanienallee 2 (09.00 Uhr bis 10.30 Uhr), Fa. Lidl,
    Zinnhütte 10 (10.30 bis 12.00 Uhr)
  • Winsen (Luhe): Fa. Famila, Löhnfeld 10 (09.00 bis 12.00 Uhr)

Abhängig von den Witterungsverhältnissen können sich die Zeiten und die Orte ggf. noch verändern.