Ortstermin für die Ortsumfahrung Rübke mit Landrat Rainer Rempe und Bürgermeister Tobias Handke. (Fotos: Gem. Neu Wulmstorf)

Ortsumfahrung Rübke soll Bürger entlasten

Neu Wulmstorf. Eine Ortsumfahrung vom Rübke wird teuer, und das liegt nicht nur am moorigen Untergrund. Das wurde jetzt auch im der Kreisausschuss für Bauen und Planen klar.

In der Vergangenheit wurden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bereits im öffentlichen Ausschuss der Gemeinde Neu Wulmstorf sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern der räumlich nahe gelegenen Trassenvariante vorgestellt. Die Studie ergab, dass grundsätzlich eine Ortsumfahrung umgesetzt werden kann. Nicht nur aufgrund der schwierigen Untergrundverhältnisse (Moorboden) ist ein Bau der Straße für die Ortsumfahrung aber mit hohen Kosten verbunden. Eine regionale Lösung unter Einbindung der Stadt Hamburg, die sich an der Untersuchung nicht beteiligt hat, muss weiterhin das Ziel sein, um auch eine wirkliche Entlastung für die Menschen in Rübke und Neuenfelde zu erreichen, die effektiv und bedarfsgerecht ist.

In der Sitzung am Mittwoch wurde der aktuelle Sachstand zur Kenntnis genommen. Die Politik ist sich mit großer Mehrheit einig, dass sich gemeinsam für die Umsetzung einer Ortsumfahrung Rübke eingesetzt werden muss. Das Land Niedersachsen ist nun für die
Veränderung der Klassifizierung der L235 gefordert und muss für die Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls an einer Lösungsfindung mitarbeiten. „Wir wollen ja eine Entlastung erreichen und nicht eine zusätzliche Belastung.“, so Bürgermeister Handtke und Landrat
Rempe.

Hamburg wird ins Boot geholt

Bürgermeister Handtke sowie Landrat Rainer Rempe sind dankbar ein grundsätzlich gleichlautendes Votum der Fachausschüsse von Gemeinde und Landkreis erhalten zu haben, um sich zusammen für eine regionale Lösung einzusetzen, die die Unterstützung der
Stadt Hamburg und des Landes Niedersachsens beinhaltet, um die notwendige Voraussetzung für eine sinnvolle regionale Variante zu schaffen. Die Studie hat gezeigt, dass mit Blick auf Hamburg alle Nachbarn im Boot sitzen und auch mitrudern müssen.

Da die Anschlussstelle der A26 in Neu Wulmstorf bereits zum Jahresende eröffnet werden soll, müssen schon jetzt zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Ortschaft Rübke vollzogen werden.

Hohes Verkehrsaufkommen am Deich

„Schon heute ist es schwierig den Nincoper Deich zu Stoßzeiten sicher zu queren. Das Verkehrsaufkommen wird nach der Eröffnung der Anschlussstelle deutlich zunehmen. Die Gemeinde Neu Wulmstorf sowie der Landkreis Harburg fordern mehrere Maßnahmen, die zu einer Entlastung beitragen müssen.“, betonte Bürgermeister Handtke als Gast in der Ausschusssitzung. Diese Maßnahmen müssen weitere Gewichtsbeschränkung für LKW, Geschwindigkeitsbegrenzung für alle Verkehrsteilnehmer, verkehrliche Einschränkungen bei
der Abfahrt („Abbiegeverbot“), Bedarfsampeln am Nincoper Deich und Querungshilfen sein.

Bürgermeister Handtke führte weiter, dass es „hier keine Denkverbote geben darf. Wer den Anschluss der A26 öffnen will, muss auch sagen, wie die Menschen im Fuß- und Radverkehr Beachtung finden und sicher unterwegs sein können.“

Landkreis und Gemeinde weisen aber auch darauf hin, dass die Zuständigkeit für verkehrsentlastenden Maßnahmen für die L 235 beim Land Niedersachsen liegen. Landkreis und Gemeinde wollen nicht nur sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten engagieren und
einbringen, es wird sogar gefordert, auch mit Unterstützung der Politik, sich von den zuständigen Behörden einbinden zu lassen.