Oscar (links) hatte seine Medaille schon, Carl musste noch rennen. Der Fokus der Knirpse lag allerdings eindeutig schon auf dem erhofften Aufstieg ihres HSV in die 1. Fußball-Bundesliga. (Foto: rin)
Oscar (links) hatte seine Medaille schon, Carl musste noch rennen. Der Fokus der Knirpse lag allerdings eindeutig schon auf dem erhofften Aufstieg ihres HSV in die 1. Fußball-Bundesliga. (Foto: rin)

Neue Strecke, tolle Stimmung

Sturmschäden noch nicht überall beseitigt. 571 Starter erreichen bei 24. HIT-felder Volkslauf das Ziel

Hittfeld. Volksfestatmosphäre herrschte beim 24. HIT-felder Volkslauf: Ganze Familien mit Hunden und Kinderwagen, passionierte Läufer und vor allem viele Schüler waren auf den Sportplatz am Peperdieksberg bei bestem Laufwetter von rund 18 Grad gepilgert. Die Volkslaufserie um den Sparkassen-Heidjer-Cup nahm also richtig Fahrt auf; der Lauf selbst war die Auftaktveranstaltung zu den Aktionswochen SeeVital 2022 aus Anlass des 50-jährigen Gemeindebestehens.

„571 Finisher – das ist ein perfektes Ergebnis“, freute sich Heiner Steeneck vom TSV Hittfeld, der den Lauf als Cheforganisator mit der TSV-Leichtathletikabteilung erneut erfolgreich über die Bühne brachte. Er dankte insbesondere der Gemeinde, die in diesem Jahr aufgrund des 50. Geburtstags allen Startern im Ziel eine Medaille spendierte.

Die zweijährige Coronapause war wie weggeblasen, die rund 60 Helfer standen Gewehr bei Fuß, zudem konnte Steeneck die Freiwillige Freuerwehr Beckedorf/Metzendorf erstmals zur Unterstützung gewinnen. Das war auch nötig, denn der Streckenverlauf musste noch geändert werden: Die Spuren der Orkane Anfang des Jahres waren noch nicht überall beseitigt, umgestürzte Bäume blockierten noch Wege. „Aber das Forstamt war sehr kooperativ bei der Sreckenverlegung“, schilderte Steeneck. Allerdings braucht er durch die etwas kompliziertere Wegführung deutlich mehr Helfer, die als Streckenposten fungieren mussten.

„Ganz klar: Der Kurs wird steiler und schwieriger.“ Das sagte Lars Röpke über die Halbmarathondistanz beim diesjährigen HIT-felder Volkslauf. Er musste es wissen, denn für den passionierten Marathonläufer aus Hittfeld ging es auf seine Hausstrecke. Tim Gehrcke, der mit dem Fahrrad quasi den Besenwagen bei den 20,5 km machte, klärte den versierten Läufer über den veränderten Streckenverlauf auf.

BU: Vor allem die Kinderläufe beim HIT-felder Volkslaufen waren gut besucht. (Foto: rin)
Vor allem die Kinderläufe beim HIT-felder Volkslaufen waren gut besucht. (Foto: rin)

120 km rennt Röpke in der Woche. Für den drahtigen Mann ist der Sport der „Reset-Knopf für den Job“, sagt er selbst. „Da fallen mir schon mal ganz gute Sachen ein, wenn ich so unterwegs bin“, meint der Hittfelder lachend. Während der Coronapause war er bei virtuellen Läufen dabei und steckte sich selbst Ziele. In diesem Jahr absolvierte er bereits den Hamburg-Marathon und will auch Berlin laufen. „Eine Zeit von 1:20 std ist heute möglich“, nahm sich Röpke für sein Hausrennen vor. Das klappte nicht ganz, aber in 1:21,37 wurde er klar Erster.

Für Maren Stemmann, die wie Sohn Yannick in Hittfeld startete, war der Volkslauf eine Vorbereitung. „Ich möchte dieses Jahr mit meinem Mann den Köhlbrandbrückenlauf über 12 km machen. Da sind die 10,6 km hier eine ideale Vorbereitung“, meinte die Kleckenerin. Ebenfalls ein Familienevent war der Lauf für Christiane Schween aus Stelle. Die Seniorin hatte ihre Enkel dabei. Seit fünf Jahren etwa sind die Jungen aus Quarrendorf mit Oma am Start. „Der Volksfestcharakter auf den Läufen ist toll“, findet Christiane Schween, der es auch darum geht, die ausrichtenden Vereine zu unterstützen: „Der Würstchen- und Kuchenverkauf spült den Klubs ja auch ein bisschen Geld in Kasse.“

Mit gutem Beispiel voran ging ein Lehrerteam vom Gymnasium Hittfeld: Lateinlehrer Johannes Winter und Sportlehrer Daniel Cech hatten ihre fünfte Klasse zum Mitmachen animiert und wagten sich, unterstützt von Denise Gust und Hausmeister Rene Bechmann, auf die 4,5-km-Strecke. Der Spaß stand für die Gruppe im Vordergrund, aber Cech schaffte es auf einen starken 4. Rang.

Die meisten Voranmeldungen stellte übrigens das Gymnasium Meckelfeld mit 143 Voranmeldungen gefolgt von den Grundschulen Hittfeld (96) und Emmelndorf (43).

24. Hittfelder Volkslauf

Ergebnisse

600 m: 

1. Niklas Schulz, Carina Ludwig (beide TSV Hittfeld)

1000 m: 

  • 1. Adrian Ludwig (TSV Hittfeld), Marlene Glebinski (Seevetal)

4,5 km: 

  • 1. Hermon Habteyohans (TSV Hittfeld, 16:36 min),
  • 2. Max Seldis (Gymnasium Hittfeld, 16:41 min),
  • 3. Christian Woitha (Gymnaium Meckelfeld, 16:51 min);
  • 1. Julia Gürleyik (19:02 min),
  • 2. Amelie Albrecht (19:18 min),
  • 3. Lea Wübbe (alle TSV Hittfeld, 20:46 min)

10,6 km:

  • 1. Gerrit Engel (TSV Hittfeld, 42:09 min),
  • 2. Sascha Wozniak (HSV Stegte, 42:40 min),
  • 3. Remo Quade (Stelle, 42:50 min);
  • 1. Marlene Waltke (Gymnasium Meckelfeld, 45:31 min),
  • 2. Manuela Schulz (Stelle, 48:30 min),
  • 3. Carol Denvers (Seevetal, 49:16 min)

20 km:

  • 1. Lars Röpke (TSV Hittfeld, 1:21,37 std),
  • 2. Frank Schulz (Diesel Power, 1:26,57 std),
  • 3. Timo Hartmann (Hamburg, 1:33,26 std);
  • 1. Kathrin Schulz (Diesel Power, 1:56,21 std),
  • 2. Ines Overkamp (BSG Commerzbank, 2:01,55 std),
  • 3. Zoe Zacharias (Buchholz, 2:04,51 std)

8,1 km Walking:

  • 1. Agnes Kleenlof (Seevetal, 1:00,30 std),
  • 2. Heidi Böckmann (Brunsberg-Laufgruppe, 1:01,56 std),
  • 3. Anna Nikienko (Hohnstorf, 1:0329 std)

8,1 km Nordic Walking:

  • 1. Henning Kohlert (Horneburg, 0:58,04 std),
  • 2. Jörg-Michael Umbach (TSV Auetal), 1:00,33 std),
  • 3. Heinz-Klaus Gehrken (Stader TC, 1:00,47 std);
  • 1. Tamara Stroetzel (Dahlenburg, 1:02,13 std),
  • 2. Susanne Grunert (Kirchgellersen, 1:04,34 std),
  • 3. Melanie Paff (TSV Winsen, 1:07,32 std)