Landrat Rainer Rempe und Christian Strohmann präsentieren eine der Taschen mit den Unterlagen für die Befragung. (Foto: LK Harburg)

Die große Fragerunde mit 26.000 Personen im Kreis

Harburg. Wie viele Menschen leben und arbeiten in den 12 Städten und Gemeinden des Landkreises Harburg? Wo wird zusätzlicher Wohnraum, wo werden neue Schulen, Kitas oder Altenpflegeheime gebraucht? Wo muss der Staat künftig mehr investieren? Antworten auf diese Fragen liefert der Zensus 2022, die größte Umfrage, die jetzt startet.

„Datenschutz und Informationssicherheit werden beim Zensus selbstverständlich absolut großgeschrieben. Wir stehen für sämtliche Fragen der Personen, die für ein Interview ausgewählt wurden, jederzeit gerne zur Verfügung“, unterstrich Christian Strohmann. Er leitet die Zensus-Erhebungsstelle der Kreisverwaltung.

Haushalte werden mit Stichprobe ausgewählt

Anders als bei einer klassischen Volkszählung, bei der alle Bürgerinnen und Bürger befragt werden, liefern die vorhandenen Verwaltungsregister die nötigen Ausgangs-Daten für den Zensus. Ergänzt werden diese Zahlen durch Interviews in rund 10 Prozent der Haushalte, die stichprobenartig ausgewählt wurden. Im Landkreis Harburg werden bis Ende August 26.000 Personen in rund 6.400 Haushalten von 260 ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten befragt.

Wie laufen die Haushalts-Befragungen ab?

Die stichprobenartig ausgewählten Haushalte erhalten in diesen Tagen ein Informationsschreiben und einen Terminvorschlag zu „einem wichtigen amtlichen Termin“ in ihren Briefkasten. Jeder der Post vom Zensus erhält, ist laut Gesetz auskunftspflichtig. Termine können selbstverständlich verschoben, aber nicht abgesagt werden.

Die Zensus-Interviewer können sich immer ausweisen: mit ihrem Personalausweis und dem offiziellen Zensus-Ausweis. Selbstverständlich dürfen die Erhebungsbeauftragten die Wohnungen oder Häuser der Befragten nur mit deren Einverständnis betreten. Die Befragungen finden in der Regel vor der Wohnungstür oder im Hausflur statt und dauern etwa fünf bis fünfzehn Minuten.

Zusätzliche Fragebögen

Wer zu dem angekündigten Termin Besuch von einem Zensus-Interviewer bekommt, wird vor Ort mindestens nach Name, Vorname, Geschlecht und Geburtsdatum aller Haushaltsmitglieder befragt. Es reicht aus, wenn eine Person anwesend ist, die für alle anderen Haushaltsmitglieder Auskunft geben kann.

Alle interviewten Haushalte im Landkreis Harburg werden in einem zusätzlichen Fragenbogen unter anderem zu Bildungs- und Ausbildungsstand und Erwerbstätigkeit interviewt. Dieser Fragebogen umfasst insgesamt 40 Fragen und muss selbst ausgefüllt werden: entweder digital – dazu gibt es Online-Zugangsdaten oder in Papierform. Auf Wunsch kann die vollständige Beantwortung aber auch zusammen mit der oder dem Erhebungsbeauftragten erfolgen.

Die dritte Säule des Zensus ist eine weitere Online-Befragung, die so genannte „Gebäude und Wohnungszählung“. Sie wird direkt vom Statistischen Landesamt Niedersachsen durchgeführt. Viele Wohnungs- und Hauseigentümer haben dazu bereits Briefe mit Zugangscodes für ein Online-Formular erhalten – verbunden mit der Aufforderung, Angaben zu Größe der Wohnung, Mieteinnahmen sowie Art der Heizung zu machen. Auch die Namen der Bewohner werden abgefragt.

An wen kann ich mich bei Fragen zum Zensus 2022 wenden?
Fragen zum Zensus 2022 im Landkreis Harburg beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zensus-Erhebungsstelle für den Landkreis Harburg telefonisch unter 0151/15907487 oder per E-Mail .

Fragen zur Gebäude- und Wohnungszählung kann ausschließlich das Landesamt für Statistik Niedersachsen in Hannover unter der Hotline 0511/899 77 335 beantworten.

Weitere Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich im Internet unter www.landkreis-harburg.de/zensus2022 und auf www.zensus2022.de