Statt den gewohnten vier Verbindungen pro Stunde und Richtung wird der Metronom nur noch jeweils einmal fahren. (Foto: t&w)
Weil viele Regionalzüge ausfallen, fordert der VCD Alternativen. (Foto: t&w)

VCD Niedersachsen fordert Bahn-Alternativen zu Hamburg–Lüneburg

Hannover. Der VCD Niedersachsen fordert angesichts der Bauarbeiten zwischen Hamburg und Uelzen zusätzliche Umfahrungen für diese Strecke zu schaffen.

Die ohnehin überlastete Strecke wird ab dem 11. Juni für Bauarbeiten teilweise gesperrt. Es handelt sich dabei um reine Unterhaltungsarbeiten, die regelmäßig notwendig werden. „Dadurch werden statt bis zu vier nur noch ein Regionalzug pro Stunde zwischen Hamburg und Lüneburg fahren. Das hätte auch ohne Neun-Euro-Ticket bereits zum Chaos geführt“, so Hans-Christian Friedrichs, Schatzmeister des VCD Niedersachsen.

Diese Überlastung macht nach VCD-Ansicht deutlich, dass die Bahn Alternativen zu diesem Schienenweg benötige. Zwischen Hamburg und Hannover sei eine getrennte ICE-Strecke notwendig. Friedrichs: „Das Alpha-E hätte in dieser Situation nur noch mehr Züge zum Engpass geleitet. Nördlich von Lüneburg sind dort überhaupt keine Ausbauten vorgesehen“. Unabhängig von den Bauarbeiten ist das Alpha-E weder in der Lage, die Fahrzeitvorgaben des “Deutschlandtaktes” einzuhalten, noch kann es die geforderte Zugzahl ohne großräumige Umleitungen bewältigen. Es ist zudem unwirtschaftlich.

Ebenfalls fordert der VCD, die Bahnstrecke Lüneburg–Lübeck zumindest zwischen Lüneburg und Büchen zu elektrifizieren, wo dann Anschluss an die Strecke Berlin – Hamburg bestünde. Damit kann eine zusätzliche Fahrtmöglichkeit Hannover–Lüneburg–Hamburg geschaffen werden. Dies sei umso wichtiger, da in ein paar Jahren die Erneuerung der Eisenbahn-Elbbrücken in Hamburg ansteht.