Ramelslohs Dean-Yannek Greve behauptet den Ball. Holvedes Markus Meyer ist abgeschüttelt.  (Foto: ks)

Fußball-Kreispokal: TVV Neu Wulmstorf und MTV Ramelsloh im Finale

Es ist angerichtet für das Endspiel um den Fußball-Kreispokal: Am Sonntag kommt es zur Neuauflage von 2019. Dann erwartet der TVV Neu Wulmstorf den MTV Ramelsloh.

Holvede. Titelverteidiger TVV Neu Wulmstorf und der MTV Ramelsloh stehen sich am Sonntag im Finale um den Fußball-Kreispokal gegenüber. Somit kommt es ab 15 Uhr in Neu Wulmstorf zur Neuauflage des bislang letzten Finales aus 2019. In beiden Halbfinalspielen am Mittwochabend mussten sich die Fans jedoch bis zum Elfmeterschießen gedulden, bevor überhaupt über Tore gejubelt werden konnte.

TSV Holvede-H. – MTV Ramelsloh ↔5:6 n.E.

Beide Teams traten nicht in Bestbesetzung an. Die Gäste versuchten in der ersten Halbzeit gezwungenermaßen, das Spiel zu machen, denn Holvede stand sehr tief. Bennet Meier, der Trainer Heiko Brandenburg vertrat, nahm mit seiner Mannschaft damit den Gästen ihr gefährliches Spiel in die Spitze. So gab es zunächst kaum Gefahr vor den Toren. Aleko Pantskhava hatte nach einer halben Stunde die größte Chance für die Gastgeber, als er völlig frei aus 14 Metern über das MTV-Tor schoss.

In der zweiten Halbzeit agierten die Hausherren mit mehr Druck, blieben aber weiter ohne die ganz großen Möglichkeiten. Auf der anderen Seite suchte der MTV immer noch den Schlüssel zum Öffnen des TSV-Abwehrriegels. „Gegen die tief stehende Abwehr haben wir heute einfach keine Lösung gefunden“, gestand MTV-Trainer Lars Henk später.

Erst Elfmeterschießen brachte Tore

So ging es schließlich ins Elfmeterschießen. Sowohl Ramelslohs Torwart Henning Brauel und auch Holvedes Keeper Kai Schlenczek hielten einen der ersten fünf Elfmeter. Dann war es Brauel, der beim siebten Strafstoß erneut zur Stelle war und einen Jubelsturm auslöste.

Am Ende bewertete Ramelslohs Trainer Henk das Ergebnis als „leistungsgerecht“. Sein Team hätte allerdings „im Elfmeterschießen wieder einmal Glück gehabt“. Bereits in den vergangenen zwei Runden setzte sich Ramelsloh gegen Luhdorf und Rosengarten erst vom Punkt durch. Zur Erinnerung: Das letzte Finale gegen Neu Wulmstorf verlor der MTV Ramelsloh ebenfalls im Elfmeterschießen.

TVV Neu Wulmstorf – TuS Nenndorf ↔5:4 n.E.

Die Hausherren hatten große Gelegenheiten zur Führung. Zweimal rettete das Aluminium und einmal Keeper Andre Hahn für Nenndorf. „Wir haben uns dann mit einigen Aktionen mehr Luft verschafft“, sagte Nenndorfs Trainer Christoph Werth. Sein Team hatte Glück, als ein TVV-Treffer wegen Abseitsstellung – zwei Spieler versperrten dem Keeper bei einem 18-Meter-Schuss die Sicht – berechtigt nicht anerkannt wurde. Allerdings lag der Unparteiische aus der Sicht des Nenndorfer Trainers daneben, als ein Neu Wulmstorfer die Notbremse zog und dafür als letzter Mann nur Gelb sah. „Bei der Intensität des Spiels wäre die Überzahl für uns ein klarer Vorteil gewesen“, fand Werth.

Auch im zweiten Durchgang blieben Treffer Fehlanzeige. Im Elfmeterschießen war das Glück dann beim Titelverteidiger. Für Nenndorfs Christoph Werth war es das letzte Spiel als Coach. Der Pass des Torwartes bleibt jedoch bei seinem Heimatverein.

Von Karsten Schaar