Freuen sich über die neuen Bewohner: Thomas Söller (von links), Jörn-Peter Schäfer, Boymann Garten- und Landschafts- bau, Jennifer Coordes, Projektmanagerin der WLH und Gina Grimaldi Freuen sich über die neuen Bewohner: Thomas Söller (von links), Jörn-Peter Schäfer, Boymann Garten- und Landschafts- bau, Jennifer Coordes, Projektmanagerin der WLH und Gina Grimaldi. (Foto: Buchholz)

Summende Bewohner im Technologiepark Nordheide

Buchholz. Die Grünflächen im Technologie und Innovationspark Nordheide (TIP) entwickeln sich immer mehr zum Magneten für Insekten. Nachdem vor wenigen Wochen durch Schülerinnen und Schüler der Oberschule Jesteburg und der Grundschule Nenndorf weitere Insektenhotels im Gebiet aufgestellt worden sind, haben jüngst zwei Bienenvölker unter den Streuobstbäumen des TIP ein neues Zuhause gefunden.

Bienenvölker
ziehen um

Mitgebracht hat diese Gina Grimaldi. „Die Hobby-Imkerin ist kürzlich von Köln nach Buchholz gezogen und hat sich bei uns nach potenziellen Standorten für ihre Bienenvölker erkundigt“, berichtet Thomas Söller, Grünplaner bei der Stadt Buchholz. Der dachte sofort ans TIP. „Dessen Streuobstbestände haben sich bisher gut entwickelt“, weiß Söller, „aber auch hier gilt wie überall: ohne Insekten keine Früchte.“ Beim TIP-Entwickler – Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) – stieß sein Vorschlag denn auch gleich auf offene Ohren. „Der Kontakt war schnell hergestellt und ein guter Standort gefunden“, erläutert Söller. „Und das noch rechtzeitig zum Beginn des Bienenjahres“, freut sich Gina Grimaldi. Denn ab August schlüpfen die so genannten Winterbienen.

Klee und Kornblumen
als Delikatessen 

„Diese leben länger als ihre im Sommer geborenen Schwestern, müssen bis zum nächsten Frühling durchhalten“, erklärt Söller. „Und je mehr Bienen in einem Stock, desto leichter fällt es ihnen, die nötige Wärme zu erzeugen, damit sie nicht erfrieren. Dafür brauchen die Bienen aber auch Futter.“ Obwohl die Obstbaumblüte für dieses Jahr längst vorbei ist, findet sich für Insekten noch reichlich Nahrung auf den Streuobstwiesen: Hier blühen jetzt viele nektar- und pollenreiche Blumen wie Klee oder Kornblumen“, betont Söller. Beste Aussichten für die Königin und ihren Hofstaat, den kommenden Winter zu überstehen – und, sobald es ab Februar warm genug für die Brutpflege wird, Eier für die nachfolgende Generation Honigbienen zu legen.