Im Schneckentempo bewegt sich die Maschine vorwärts, mit der die Gummibeschichtung an der Hochsprunganlage aufgebracht wird. Ohne Handarbeit geht es für die Mitarbeiter der Firma Weitzel Sportstättenbau nicht. (Foto: rin)
Im Schneckentempo bewegt sich die Maschine vorwärts, mit der die Gummibeschichtung an der Hochsprunganlage aufgebracht wird. Ohne Handarbeit geht es für die Mitarbeiter der Firma Weitzel Sportstättenbau nicht. (Foto: rin)

Schlussspurt im Schneckentempo

Umsichtiges Aufbringen von Gummibelag gehört zu den letzten Schritten der Sanierung des BBS-Sportplatzes in Winsen

Winsen. Statt Leichtathleten bevölkern derzeit noch immer Baufahrzeuge den Sportplatz der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Winsen. Aber die Sanierung der Sportanlage geht nach mehrmonatiger Bauzeit nun unweigerlich in den Schlussspurt.

„Wir glauben, dass der Run for Help am 9. September in seiner Austragung nicht gefährdet ist“, lautet die gute Botschaft aus dem Winsener Kreishaus für den Veranstalter Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG)und alle Sportler. Allerdings: Die Fertigstellung pünktlich zum Schuljahresbeginn, wie ursprünglich geplant, klappt wohl nicht ganz. „Ende August/Anfang September rechnen wir mit der Übergabe“, bestätigt Bernhard Frosdorfer aus der Presseabteilung der Kreisverwaltung.

Viel Handarbeit gegen jeden Unebenheit

Dass es keine Punktlandung für das Millionenprojekt gibt, lag an zwei Dauerthemen: Materialknappheit und fehlendes Personal aufgrund von Coronaerkrankungen brachten auch auf dem BBS-Platz den Zeitplan durcheinander. Inzwischen liegt aber auf der gesamten Stadionrunde, die sechs Bahnen umfasst, der Asphalt. Jetzt wurde die Gummibeschichtung im Bereich der Hochsprunganlage aufgebracht – mit Maschinen im Schneckentempo und mit ganz viel Handarbeit, um jede Bodenunebenheit sofort auszugleichen. Die Mitarbeiter der Firma Weitzel aus Tornesch sind bestens vertraut mit dem Bau solcher Sportanlagen und wissen, worauf es ankommt.

Sobald diese Gummibeschichtung aufgetragen und getrocknet ist, kommt die letzte Beschichtung: die eigentliche Kunststoff­oberfläche. Diese wird gegossen und dürfte damit vermeintlich richtig schnelle Zeiten garantieren. Allerdings braucht es für dieses Verfahren trockenes Wetter, und zwar über etwa drei Wochen. Sollte es viel regnen, kommt es zwangsläufig zu weiteren Verzögerungen.

Neue Kugelstoßanlage

1,25 Millionen Euro hat der Landkreis in diese Sanierung investiert. Es ist die letzte sportliche Großbaustelle nach den Sanierungen der Anlagen in Salzhausen, Neu Wulmstorf, Buchholz und Tostedt in den letzten zweieinhalb Jahren.

Im Zuge der Arbeiten auf dem BBS-Platz wurde auch der Randbereich der Rasenfläche aufgenommen, um eine neue Beregnung zu installieren. Neu wird es auf dem BBS-Sportplatz eine Kugelstoßanlage geben. Bislang fristete die alte Anlage ein Mauerblümchendasein hinter einigen Hecken.

An den neuen Ring schließt sich ein Sandfeld an, auf das Kugeln gestoßen werden. Darin integriert ist eine Beachvolleyballanlage. Ebenfalls neu gebaut wurde ein Wassergraben für 3000-Meter-Hinderniswettbewerbe. Der Diskusring und die Hochsprunganlage wurden auf Vordermann gebracht.

Von Kathrin Röhlke