Aufgrund umgestürzter Bäume und abgeknickter Oberleitungsmasten war der Zugverkehr auf allen Strecken rund um Buchholz zum Erliegen gekommen. Passagiere wurden evakuiert.
Aufgrund umgestürzter Bäume und abgeknickter Oberleitungsmasten war der Zugverkehr auf allen Strecken rund um Buchholz zum Erliegen gekommen. Passagiere wurden evakuiert. (Foto: Feuerwehr)

Gewitter richtet massive Schäden an

Winsen/Buchholz/Jesteburg. Ein kurzes aber heftiges Unwetter zog am Donnerstagabend über den Landkreis Harburg und richtete teils erhebliche Schäden an. Besonders stark betroffen waren die Stadt Buchholz und die Samtgemeinde Jesteburg. Aber auch in den Gemeinden Hanstedt, Seevetal und Tostedt musste die Feuerwehr ausrücken. In den meisten Fällen versperrten umgestürzte Bäume Straßen und Wege.

Wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mitteilt, kam es in der Buchholzer Innenstadt in der Kirchenstraße vor dem Standesamt aufgrund eines umgestürzten Baums zu starken Verkehrsbehinderungen. Ein Großeinsatz entwickelte sich derweil in der Nähe der Buchholzer Innenstadt. Aufgrund umgestürzter Bäume und abgeknickter Oberleitungsmasten war der Zugverkehr auf allen Strecken rund um die Nordheidestadt zum Erliegen gekommen. Ein Nahverkehrszug mit rund 230 Passagieren auf dem Weg nach Tostedt stand in Höhe der Straße „Am langen Sal“. Die Klimaanlage war aufgrund des Stromausfalls außer Betrieb. Nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde die Evakuierung des Zuges eingeleitet. Da der Zug in einem Geländeeinschnitt etwa fünf Meter unter Straßenniveau stand, wurde mittels Steckleitern eine Zuwegung zum Zug geschaffen.

Schwerer Lkw-Unfall auf der A1

Mit Unterstützung vieler Feuerwehrleute wurden die Passagiere nach der Sichtung durch Rettungsdienstmitarbeiter über diese Aufstiegsmöglichkeit zur Straße geleitet, wo mehrere Mannschaftstransportwagen der Feuerwehren aus Buchholz und Jesteburg auf sie warteten. Passagiere, die nicht mehr gut zu Fuß waren, wurden mit einer sogenannten Schleifkorbtrage liegend über die Leitern nach oben gezogen. Mit den MTWs wurden sie zum Bahnhof transportiert, von wo die Bahn die Weiterreise organisierte. Drei Reisende mussten vom Rettungsdienst aus unterschiedlichen Gründen ambulant behandelt werden.

Noch während die Feuerwehren mit den Unwettereinsätzen beschäftigt waren, ereignete sich auf der BAB1 zwischen dem Buchholzer Dreieck und Rade ein schwerer Lkw-Unfall. Fast zeitgleich wurde ein Dachstuhlbrand im Neu Wulmstorfer Sportzentrum gemeldet. Durch einen Blitzeinschlag sollte das Gebäude in Brand geraten sein. Während die Feuerwehren Rade und Dibbersen auf die A1ausrückten, fuhren die Einsatzkräfte aus Neu Wulmstorf, Elstorf und Rübke das Sportzentrum an. Hier konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich lediglich um einen Flächenbrand, der von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. wa