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Splitter und ein Schild mit der Aufschrift „Geldautomat“ liegen auf dem Fußboden vor einem gesprengten Geldautomaten (Symbolbild/Archivfoto).

Sechster Geldautomat im Kreis Harburg gesprengt

Egestorf. Wieder wurde in der Nacht zu Mittwoch ein Geldautomat im Landkreis Harburg gesprengt, es ist bereits der sechste in diesem Jahr. Diesmal traf es Egestorf.

Am Mittwoch gegen 01:25 Uhr meldeten Anwohner im Bereich Lübberstedter Straße eine Explosion. Zeugen konnten mehrere Personen an einem Haus erkennen, in dem sich ein Geldausgabeautomat
befindet. Die Personen sind kurz nach der Explosion mit einem hochmotorisierten Auto geflüchtet.

Henning Flader von der Poizeiinspektion Haburg weiß, dass die Geldräuber aufgrund der geographischen Lage gerne den Landkreis Harburg ausbaldowern. „Es ist die Nähe zu den Autobahnen und zu Hamburg, die eine schnelle Flucht ermöglichen.“ Die Geldautomaten werden manchmal mit Gas gesprengt, manchmal mit Festsprengstoff. Das Gas wird über Schläuche in die Automaten geleitet und ferngezündet. „Wir haben Gasflaschen an gesprengten Automaten gefunden“, sagt Flader.

Zeugen war in Egestorf ein weißer Kastenwagen in dem Bereich des Geldautomaten aufgefallen. Durch die Sprengung wurden auch mehrere Autos durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt. Anwohner, die in dem betroffenen Haus wohnen, wurden noch in der Nacht in einem naheliegenden Hotel untergebracht. Nach einer Überprüfung von Fachdiensten wurde festgestellt, dass
das Haus nicht einsturzgefährdet, aber stark beschädigt ist.

Umfangreiche Suchmaßnahmen, auch unter Beteiligung des Polizeihubschraubers, waren ohne Erfolg. Im Laufe des Tages wird eine intensive Spurensuche am Objekt durchgeführt werden. Die genaue Schadenshöhe und die Höhe des erlangten Bargeldes sind noch nicht bekannt. Der Fahrer des Kastenwagens sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Harburg unter 04181/2850 in Verbindung zu setzen.