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Marc Bahrenburg, Trainer beim VfL Jesteburg.
Marc Bahrenburg, Trainer beim VfL Jesteburg, fehlt mit seiner Elf im Moment das Quäntchen Glück in der Regionalliga. (Foto: rin)

VfL Jesteburg steckt im Keller fest

Bis eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit führten die Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Jesteburg beim FC St. Pauli mit 2:1. Am Ende des Tages verließen sie das Millerntor aber mit einer 2:3-Niederlage und ohne einen Punkt.

Jesteburg. Den Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Jesteburg klebt im Moment ein wenig das Pech an den Fußballschuhen. Mit der unglücklichen Niederlage beim FC St. Pauli (9.) bleibt das Team auf Rang 11 in der Nordstaffel und rangiert damit auf dem ersten Abstiegsplatz.

Dabei war der enge Kunstrasenplatz am Millerntor Schauplatz eines guten Frauenspiels. Der VfL traf auf einen griffigen Gegner, spielte selbst ein mutiges Pressing und erlebte eine ordentliche Fankulisse. Die Jesteburgerinnen hatten zunächst mehr vom Spiel, aber Laura Vetter und Fabienne Stejskal trafen mit ihren Schüssen noch nicht ins Schwarze. Hinten war die Defensive gut organisiert: Die VfL-Frauen machten die Räume gut zu und unterbanden Flanken.

Gastgeberinnen kommen vorm Pausenpfiff zum Ausgleich

Schließlich war es Johanna Ingrid Scholles, die den VfL in Führung brachte. Mit ihrem ersten Versuch nach einer schönen Kurzpassstafette im 16er scheiterte die VfL-Spielerin noch an der gegnerischen Keeperin, doch in der 38. Minute ließ sie den VfL jubeln: Sophie Lesser hatte den Ball erobert und bediente ihre ins Zentrum einlaufende Teamkollegin, die den Ball versenkte. Die Gastgeberinnen kamen allerdings noch vorm Pausenpfiff zum Ausgleich: Nach einem nicht konsequent geführten Zweikampf des VfL klatschte ein Schuss an die Latte des Jesteburger Kastens, den Abpraller verwerteten die Gastgeberinnen aus zwölf Metern per Nachschuss zum 1:1-Pausenstand.

Jesteburg ging nach dem Wiederanpfiff weiter engagiert zur Sache und wurde belohnt: Einen von Anna-Lena Otto abgewehrten Ball schnappte sich Laura Vetter, die auf Fabienne Stejskal flankte. Die VfL-Stürmerin sah, dass St. Paulis Torfrau zu weit vorm Kasten stand und überspielte sie aus 25 Metern.

St. Pauli dreht die Partie innerhalb von nur drei Minuten

Die Gastgeberinnen bauten in der Folge mehr Druck auf, bei Jesteburg schwanden hingegen die Kräfte. Die VfL-Frauen waren noch mit Kontern gefährlich konnten aber beispielsweise eine 3:2-Überzahl nicht clever ausspielen. St. Pauli verwertete dagegen eine Ecke: Der Ball wurde ans hintere Strafraumeck geschlagen, wo die Carlotta Lilli Kuhnert den Ball in der 89. Minute volley annahm und ins Jesteburger Tor drosch. Doch es sollte noch bitterer für Jesteburg werden: Ein Freistoß für die Gastgeberinnen in der Nachspielzeit wurde ins Zentrum geschlagen, wo St. Pauli im Gedränge den Ball ins Jesteburger Tor zum 3:2 köpfen konnte. St. Pauli hatte die Partie innerhalb von nur drei Minuten gedreht.

Nun geht es für den VfL zum Osnabrücker SC. Will sich das Team aus dem Tabellenkeller hocharbeiten, sollten drei Punkte beim Zehnten mitgenommen werden. Anpfiff ist am Sonntag, 13. November, um 15 Uhr.

Von Kathrin Röhlke