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Großeinsatz in der Winsener Saunalandschaft. (Foto: WA)

Aktualisiert: Feuer in der Saunalandschaft in Winsen

Winsen. In der Sauna im Winsener Freizeitbad wird zwar immer kräftig eingeheizt, aber heute mussten Feuerwehr und Polizei anrücken: Feuer in einem Saunahaus. Seit 13 Uhr läuft der Einsatz der Feuerwehren auf dem Gelände des Freizeitbads „Die Insel“ an der Straße Bürgerweide.

Bad geschlossen,
niemand verletzt

Die Polizei: Das Bad ist derzeit wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Im Zuge der Arbeiten ist heute der Ofen eines rund 100 Quadratmeter großen hölzernen Saunahauses in Betrieb genommen worden, um das Saunahaus nicht zu sehr auskühlen zu lassen. Dabei geriet das hölzerne Mobiliar, das sich offenbar zu nah am Ofen befand, in Brand. Personen waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht in der Sauna.

Großeinsatz in der Winsener Saunalandschaft. (Fotos: WA)

Schwieriger 
Löscheinsatz

Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften vor Ort. Aufgrund der massiven Holzbauweise gestalten sich die Löscharbeiten schwierig. Gefahr für benachbarte Gebäude derzeit besteht nicht.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet.

Das berichtet Kreispressewart Mathias Wille: „Bei Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Winsen schlugen bereits Flammen aus dem Dach des im hinteren Bereich des Geländes gelegenen etwa 8 x 6 Meter großen Gebäudes. Da das Bad aufgrund von Wartungsarbeiten derzeit geschlossen ist, waren keine Besucher auf dem Gelände. Handwerker und Reinigungspersonal konnten den Bereich unverletzt verlassen.

Dachkonstruktion
große Herausforderung 

Unter Leitung von Winsens Ortsbrandmeister Jörg Micsek wurde umgehend eine Brandbekämpfung über mehrere Strahlrohre eingeleitet. Während das Feuer im eigentlichen Saunabereich schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, bereitete die Bauweise des Daches der Feuerwehr erhebliche Probleme. Über Steckleitern versuchten die Brandbekämpfer das Dach von außen zu öffnen, um an das Feuer heranzukommen. Dies gestaltete sich aufgrund der Eindeckung mit Hartholzschindeln und der mehrlagigen Isolierung jedoch schwierig. Wie in einem Kamin konnte sich das Feuer in der Konstruktion weiter ausbreiten.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung veranlasste der Ortsbrandmeister die Nachalarmierung von Atemschutzträgern der Feuerwehren Tönnhausen, Laßrönne, Borstel, Pattensen und Stöckte sowie der FF Hörsten aus der Gemeinde Seevetal mit dem Abrollbehälter „Atemschutz“ der Kreisfeuerwehr Lk. Harburg. Das DRK entsandte einen Rettungswagen zur Eigensicherung der Einsatzkräfte an die Einsatzstelle.

„Das war’s dann mit meiner Lieblingssauna!“, seufzte eine Rettungssanitäterin beim Blick auf das brennende Gebäude.

Insgesamt wurden zwölf Atemschutztrupps eingesetzt. Um das Feuer endgültig zu löschen, wurde ein Bagger einer örtlichen Gartenbaufirma angefordert, mit dessen Hilfe das Dach der Blockhütte eingerissen wurde. So gelang es schlussendlich auch die letzten Brandnester abzulöschen.

Gegen 16:30 Uhr konnten die ersten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in die frühen Abendstunden an. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei Winsen übernommen.

 

Hintergründe und Reaktionen morgen im Winsener Anzeiger.