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Wittorf, Handorf, die Binnenmarsch mit den Dörfern Mover, Fahrenholz (im Bild) und Hunden wollen als Region "Untere Ilmenau" ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen werden. (Foto. t&w)

An der „Unteren Ilmenau“ ziehen die Gemeinden an einem Strang

Handorf/Wittorf/Drage. An einem Strang will die Region „Untere Ilmenau“ auch in Zukunft ziehen, ihre Gemeinden ordentlich aufpeppen. Im Juli bewarben sich deshalb Wittorf, Handorf sowie die Binnenmarsch mit den Dörfern Mover, Fahrenholz und Hunden zum zweiten Mal für das Förderprogramm Dorfentwicklung beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL). Eine Zusage steht noch aus, erstmal heißt es: „Miteinander Reden“.

Diskurs in der
Region stärken

Warten kann zermürben – um nicht untätig auf die erhofften Fördermittel zu warten, beteiligen sich die Gemeinden der „Unteren Ilmenau“ an einem Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). „Miteinander Reden“ ist die Devise und soll den Diskurs innerhalb der Region stärken. „Dabei ist es wichtig, dass sich nicht nur Ratsmitglieder hinsetzen, sondern die Bürger selbst zu Wort kommen“, betont Sabrina Stache aus dem sogenannten Drittmittelmanagement der Samtgemeinde Bardowick.

Arbeitsgruppen zeigten
schon viel Engagement

6000 Euro ist dafür von der bpb an die Gemeinden geflossen. Das Interesse, sich zu engagieren, ist groß. „Wir haben schon Flohmärkte oder Filmvorführungen organisiert, um die Gemeinschaft zu vernetzen. Es ist toll, was auch ohne Haushaltsmittel schon alles auf die Beine gestellt werden kann“, ergänzt Stache.

Ein erfolgreiches Engagement bei dem Projekt soll die Chancen steigern, in das Förderprogramm Dorfentwicklung aufgenommen zu werden. „Dann fängt man nämlich nicht bei Null an, sondern hat in den Arbeitsgruppen schon zahlreiche Ideen gesammelt“, sagt Stache, will den Bürgern die Vorteile aufzeigen, die das Programm für die Region haben kann.

„Es werden zum Teil private Maßnahmen gefördert, zum Beispiel, der Erhalt ortsbildprägender Gebäude. Außerdem gibt es Fördergeld für die Verbesserung innerörtlicher Verkehrsverhältnisse oder die Gestaltung dörflicher Freiflächen,“ zitiert sie aus den Richtlinien. Eine Rückmeldung vom ArL wird April 2023 erwartet, 51 Dorfentwicklungsverfahren laufen bereits im Landkreis.

Von Clara Dembinski