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Günther Homann tourt mit seiner Kamera durch die Natur. Jetzt kam bereits sein dritter Bildband mit Aufnahmen aus Marsch, Geest und Heide heraus. (Foto: jhk)

Mit Bildern durch die Heide

Winsen. Er ist 78 Jahre alt, fotografiert schon seit seiner Kindheit gerne und hat jetzt bereits seinen dritten Bildband mit dem Titel „Unsere Heimat“ über Wanderungen durch Heide, Geest und Marsch veröffentlicht. Günther Homann aus Winsen hält seine Wanderungen durch die Heide und den Landkreis Harburg in Bildern fest und nimmt Leser auf eine entspannte Bildreise durch die Natur mit.

Günther Homann hatte schon immer einen Bezug zur Natur, hat immer gerne fotografiert. „Zur Konfirmation habe ich meinen ersten Apparat bekommen und seitdem fotografiere ich gerne“, erklärt der Rentner. 1948 kam Homann in die Heide, wuchs dort auf und zog 1964 in die Luhestadt. Seitdem der 78-Jährige in Rente ist, widmet er sich ganz der Fotografie und hat neben seinen drei Bildbänden auch ein Buch über Geschichten aus seiner Kindheit mit dem Titel „Eine Kindheit im Heidedorf der 1950er Jahre“ geschrieben. „In dem Buch gibt es Bilder und Erzählungen aus meiner Kindheit bis zur Ausbildung. Einiges was in diesem Buch steht, glauben die Leute heutzutage gar nicht mehr“, betont der Winsener.

Rund 100 Bilder
pro Band

In seinen drei Bilderbüchern sind jeweils rund hundert Bilder enthalten. Viele davon sind aus der großen Landschaft der Heide. „Ich liebe es im Frühjahr und Sommer zu fotografieren, einfach alleine und ungestört in der Natur zu sein. Die Winsener Marsch und das Naturschutzgebiet Luhe-Ilmenau-Niederung mit seiner abwechslungsreichen Tier- und Pflanzenwelt bieten unzählige Motive“, beschreibt Günther Homann, der dafür aber auch kleine Opfer bringen muss: „Man muss schon früh aufstehen und auch hier und dort mal frieren. Aber nur so bekommt man beispielsweise die schönen Sonnenaufgänge vor die Linse“, so Homann.

Der 78-Jährige war früher viel zu Fuß unterwegs, ist mittlerweile aber auf das Rad umgestiegen. Er bewegt sich fernab der Wege, nicht dort, wo sich Besucher und Touristen tummeln. „Erstmal muss man natürlich überhaupt rausgehen. Und dann am besten dorthin, wo kein anderer ist und wo es ruhig und unberührt ist. Dort entstehen die schönsten Fotos“, erklärt der Hobby-Fotograf, der fernab des Trubels eine ganz andere Form der Natur wahrnimmt. „Das Spiel mit Farben und Licht in der aufgehenden und untergehenden Sonne lassen spektakuläre Aufnahmen zu.“

Im Winter
entstehen die Bücher

In den Wintermonaten arbeitet der Winsener dann an seinem Buch, sucht sich die besten Fotos heraus und gestaltet in eigener Arbeit sein Werk. „Ich habe eine Firma für den Buchdruck gefunden, alles andere mache ich komplett selber“, sagt der Rentner stolz. Besonders glücklich machen ihn die Bilder von der schneebedeckten Heidelandschaft: „Diese Aufnahmen sind sehr schön. Im Winter kann man wirkliche Traumaufnahmen in der Natur fertigen.“

150 Auflagen hatten seine drei Bildbänder jeweils, ganze 400 Mal hat Homann das Buch aus seiner Kindheit verkauft. Einen großen Verlag gibt es jedoch nicht, denn der 78-Jährige bietet seine Bücher lediglich regional an, um Einheimische auf eine Bildreise mitzunehmen. Mit dem jetzt erschienenen dritten Band soll aber noch nicht Schluss sein: „Ich gehe davon aus, dass noch weitere Folgen werden. Die Fotografie ist eben meine große Leidenschaft.“

Von Jan-Hendrik Koch