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Bruderduell: Meckelfelds Michel Claasen (rechts) scheitert an Bruder Tim im Kasten von Ahlerstedts U 19-Junioren. (Foto: ks)

Meckelsfelder Masters: Buchholzer zocken und gewinnen

Meckelfeld. Vielleicht überraschend, aber am Ende durchaus verdient setzte sich der Buchholzer FC (BFC) jetzt im Finale der 35. Meckelfelder Hallenmasters durch. Im Endspiel des Hallenfußballturniers bezwang der Bezirksligist den favorisierte Oberligisten Lüneburger SK mit 3:2.

Im Endspiel schossen Leandro Louro und Jonah Genterczewsky den BFC in Front. Beide wurden nach Turnierende mit sieben Treffern als beste Torschützen ausgezeichnet. Die Lüneburger verkürzten noch vor der Halbzeit. Nach dem Wiederanpfiff stellte Genterczwesky den alten Abstand wieder her. Der Favorit gab sich aber noch nicht geschlagen und verkürzte auf 2:3. Der BFC brachte den Sieg schließlich aber über die Zeit.

Als bester Torwart
ausgezeichnet

„Es war zum Abschluss des Turniers noch einmal heftig“, gestand BFC-Keeper Jan Kranzmair. Das Finale wurde über zweimal zehn Minuten gespielt. In der Vorrunde dauerte ein Spiel nur zwölf Minuten. Der BFC-Schlussmann wurde am Ende zum besten Torwart gewählt, Lüneburgs Marian Kunze erhielt die Auszeichnung als bester Spieler.

„Uns hat es heute einfach richtig viel Laune gemacht“, zog Kranzmair sein Fazit. „Es waren interessante hochkarätige Mannschaften da, gegen die man sonst nicht so oft spielt.“ Den Buchholzern kam aus seiner Sicht auch zugute, dass einige Kicker dabei waren, die ihre Fertigkeiten beim Futsal in der Regionalliga auch auf den Hallenfußball übertragen konnten.
Der BFC hatten sich als Gruppenerster mit drei Siegen und einem 3:3-Unentschieden gegen den Vorrundenzweiten, Eintracht Immenbeck, für das Halbfinale qualifiziert. Bereits in der Vorrunde wurde klar: „Wir wollten Spaß haben und zocken“, so Keeper Kranzmair, der sich immer wieder in das Spiel einschaltete. 16 erzielte und zehn kassierte Tore sprachen für sich. Dabei war das Team ohne Trainer angereist. Helge Jalass ließ es sich aber nicht nehmen, gegen Turnierende vorbeizuschauen. Mit einem 3:1-Halbfinalsieg gegen den TV Meckelfeld schossen sich die Nordheider schließlich ins Endspiel. Der LSK bezwang den TSV Eintracht Immenbeck mit 2:1.

Schiedsrichtertalent
spricht spontan ein

Auch für Schiedsrichter Ibrahim Elias Hofyani war das Turnier etwas ganz Besonderes. Der 16-Jährige vom MTV Ramelsloh sprang kurzfristig ein und ergänzte das Schiedsrichterduo mit Peter Ahlers und Marian Schwanz. Bislang hatte der Youngster in der Halle nur Futsal in den jüngeren Altersklassen gepfiffen und draußen die Herren in den Kreisklassen. Aber Hofyani erledigte seinen Job so gut, dass er am Ende sogar das Finale leitete. „Er hat es richtig gut gemacht – total ruhig, total gelassen“, lobte auch der Meckelfelder Turnier-Organisator und Liga-Manager, Karlheinz „Kuddel“ Rüdiger.

Insgesamt war Rüdiger mit dem Turnier nach zwei Jahren Pause mehr als zufrieden. „Es hat alles reibungslos geklappt.“ Der Verein konnte wieder auf den Stamm im Organisations- und Helferteam zurückgreifen. Auch sportlich freute Rüdiger, was er sah: „Das war toller Fußball, keine Zwei-Minuten-Strafen und keine Roten Karten.“ Auf der vollen Tribüne machte die Fanbase von Altona 93 ordentlich Stimmung. Auf dem Parkett gab es auch besondere Begegnungen. So traf Meckelfelds Michel Claasen auf Bruder Tim Claasen, der für die U 19 der JFV A/O/B/H/H das Tor hütete. Der Winsener Olaf Lakämper coacht das U 19-Regionalliga-Team, das erst nach zwei Niederlagen in das Turnier fand, dann aber dem LSK einen Punkt abtrotzte (3:3) und den Hamburger Landesligisten Harburger TB mit 3:2 bezwang.
Von Karsten Schaar