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Im Viertelfinale lässt Scharmbeck-Pattensens Sascha Damm (rechts) Borstels Marvin Mißfeld ins Leere laufen. MTV-Teamkollege Erik Bindernagel (links) schaut zu. (Foto: ks)

MTV Treubund holt sich den Pott

Tespe. Jubel auf dem Spielfeld und auf der Tribüne der Sporthalle in Tespe: Die Kicker vom MTV Treubund Lüneburg sicherten sich durch einen 1:0-Sieg im Finale über den TSV Bardowick den Nik-Bödder-Cup 2023 beim Hallenfußballturnier von Eintracht Elbmarsch.

In einem umkämpften Finale erzielte Nino Pinnow-Karus aus kurzer Entfernung den entscheidenden Treffer. Der Landesligist vergab weitere Chancen, brachte den Vorsprung aber schließlich über die Zeit. In den letzten Sekunden hatte der Bezirksligist aus Bardowick noch eine Dreifachchance zum Ausgleich, doch der Ball ging nicht ins Netz. „Es macht in der Elbmarsch einfach Laune“, lobte Treubunds Sascha Winter das Turnier. „Wir waren hier, um Spaß zu haben. Es ist eine richtig prima Location.“

Im Halbfinale war Schluss
für Landkreis-Vereine

Für die beiden letzten Landkreisvertreter war im Halbfinale Schluss. Der TV Meckelfeld unterlag dem späteren Sieger aus Lüneburg knapp mit 0:1. Der MTV Borstel-Sangenstedt lieferte den Bardowickern einen großen Kampf. Leon Kopka und Luca Meyer hatten das MTV-Team schnell in Führung gebracht. Genauso schnell drehte Bardowick aber durch Treffer von Matthias Zeugner, Philip Schreyer und Lennart Ahrens das Ergebnis auf 3:2. Da waren nicht einmal sechs der zwölf Spielminuten absolviert. Ole Lilienthal erzielte den umjubelten Ausgleich. Alles sah nach Penaltyschießen aus, aber Lennart Holzhüter hatte etwas dagegen und schoss die Bardowicker in letzter Minute ins Finale.

Auch im Spiel um Platz gaben die Borsteler nach einer 2:0-Führung durch Luca Meyer und Erik Bindernagel fast noch auf der Hand. Meckelfelder Tore von Jeremy Dubber und Haris Ramovic brachten die Seevetaler ins Penaltyschießen. Da hatten die Borsteler aber die besseren Nerven und siegten am Ende mit 4:3.

Zwölf Teams
am Start

Für die Gastgeber von Eintracht Elbmarsch war in der Gruppe mit Bardowick, Borstel und Meckelfeld nach nur einem Sieg Schluss. Meckelfeld erreichte trotz der 3:4-Niederlage gegen die Gastgeber nur knapp als einer der zwei besten Gruppendritten das Viertelfinale. Insgesamt traten zwölf Teams in drei Gruppen an.

Zum besten Torwart wurde Morten Bube gewählt. Sein Team, die SG Scharmbeck-Pattensen, wurde zudem als fairste Mannschaft ausgezeichnet und erhielt 250 Euro für die Mannschaftskasse. Der Bardowicker Haucke Zechel wurde zum besten Spieler gekürt. Den Titel des besten Torschützen sicherte sich Niclas Hildebrandt mit sechs Treffern. Allerdings musste das Los entschieden, denn auch Scharmbeck-Pattensens Jan-Niklas Schulga hatte sechsmal getroffen.

Als die Lüneburger nach rund sechseinhalb Stunden packendem Hallenfußball als verdienter Gewinner den Siegerpokal in den Händen hielten, freute sich Jens Heidemann, Vorsitzender von Eintracht Elbmarsch, über bis zum Ende vollen Tribünen. „Es war wieder einfach toll organisiert“, lobte er das Helferteam rund um Philipp Meyn. Dieser reichte das Lob an die teilnehmenden Teams, die alle schnell zugesagt und ein tolles, faires Turnier abgeliefert hatten, weiter. Der Dank ging auch an die Sponsoren.
Die Platzierungen in der Übersicht: 1. MTV Treubund Lüneburg, 2. TSV Bardowick, 3. MTV Borstel-Sangenstedt, 4. TV Meckelfeld, 5. SG Scharmbeck-Pattensen, 6. Büchen-Siebeneichener SV, 7. MTV Ashausen-Gehrden, 8. TuS Brietlingen, 9. SV Eintracht Lüneburg, 10. Eintracht Elbmarsch I, 11. SG Elbdeich, 12. Eintracht Elbmarsch II.
Von Karsten Schaar 

15. Nik-Bödder-Cup

Das Hallenfußballturnier von Eintracht Elbmarsch fand in der 15. Auflage statt. Seit 2018 richten es die Fußballer in Gedenken an den im Jahr zuvor tödlich verunglückten Eintracht-Kicker Nik Bödder aus.

Deswegen ist das Turnier immer auch für seine Drillings-Geschwister Chuck und Nathalie ein besonderes Event. „Einerseits freut man sich“, sagt die Schwester nachdenklich. „Aber es ist schon sehr emotional.“ Ein Teil des Turnierüberschusses geht auch 2023 wieder an Claras Haus, eine Begegnungsstätte für Trauernde. Außerdem wird die Elbmarsch- Tafel bedacht.