Mittelfeldkampf: Fleestedts Leon Nintscheff (rechts) setzt sich am Ende gegen Elbmarschs Jannik Eichhorn durch. (Foto: ks)

Fleestedt feiert langersehnten Sieg gegen Eintracht Elbmarsch

Fleestedt. Der TuS Fleestedt feierte bereits Freitag unter Flutlicht den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga Staffel 2. Mit 2:0 brachten die Seevetaler Eintracht Elbmarsch die erste Saisonniederlage bei. Die SG Scharmbeck-Pattensen unterlag dem SV Lindwedel nach einem kuriosen Elfmeter mit 2:3, nachdem das Spiel 30 Minuten lang unterbrochen war.

TuS Fleestedt – Eintr. Elbmarsch 3:0

Nach dem Abpfiff feierten die TuS-Kicker ausgiebig, während auf Elbmarscher Seite noch lange versteinerte, ratlose und nachdenkliche Gesichter zu sehen waren. Dabei begannen die Gäste in den ersten Sekunden druckvoll. Aber die erste Befreiung versetzte der „grünen Seele“ einen Stich: Daniel-Jordi Pablo schickte Sascha Gorris, der bediente Luca Frenzel, der wiederum den Konter in der 2. Minute zum umjubelten 1:0 abschloss.

Elbmarsch war danach von der Rolle. Der TuS verpasste es aber, das Ergebnis zu erhöhen. Ein Schuss von Gorris streifte am langen Pfosten vorbei. Kurz danach setzte Tim-Niklas Rabe einen Schuss über das Tor. Den ersten ernsthaften Ball von Elbmarschs Finn Baltzer aufs Fleestedter Tor gab es erst in der 23. Minute – es sollte in der ersten Halbzeit der einzige bleiben.
Rabe hätte das Spiel bereits vor der Pause entscheiden können: Nach einer Kombination von Jannick Peter auf Marvin Busch traf er nach der Hereingabe, am kurzen Pfosten lauernd, die Kugel nicht. Die erneute Hereingabe bekam der Kapitän nicht unter Kontrolle (31.). Acht Minuten später konnte Elbmarschs Tim Franke gerade noch vor Rabe klären.
Auch nach der Pause hatte Rabe, der viele Wege ging und sich die Chancen erarbeitete, das 2:0 auf dem Fuß. Nach einem Stockfehler von Eintracht-Abwehrspieler Oliver Rupprecht scheitert er an Keeper Nico Fabian (46.). Beide Teams versuchten zeitweise, den Gegner früh anzulaufen. Aber vor allem Fleestedt zeigte absoluten Siegeswillen. Bei den Gästen waren die vielen Fehler im Spielaufbau bemerkenswert.

In der 67. Minute verließ Fleestedts Schlussmann Ole Blohm den Strafraum, um einen langen Ball der Gäste zu klären. Sein langer Pass fand, von Ale­xander Havertz verlängert, Jannik Peter, der die Nerven behielt und zum 2:0 traf. Wieder war es kurz danach Rabe, der sich die Chance gegen Franke und Rupprecht erkämpfte, aber einen weiteren Treffer liegen ließ. Für die endgültige Entscheidung sorgte der kurz zuvor eingewechselte Benjamin Biet. Er verwandelte einen Foulelfmeter. Cedrik Brunke hatte Peter gefoult. Da­rüber, ob das Foul im oder außerhalb des Strafraums war, blieb für die Eintracht-Fans jedoch strittig.

Mit diesem 3:0 feierte TuS-Trainer Timucin Gürsan seinen ersten Pflichtspielsieg mit Fleestedt: „Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir auch umgesetzt.“ Vor allem das frühe Pressing sei ein Schlüssel zum Erfolg gewesen. „Der einzige Kritikpunkt ist, dass wir das Spiel erst so spät entschieden haben.“ So musste der engagierte Coach lange zittern.
„Ein absolut verdienter Sieg für Fleestedt“, bescheinigte Eintracht-Coach Jan Flindt den Gastgebern. „Fleestedt hat genau die Einstellung an den Tag gelegt, die wir in den letzten Spielen gezeigt haben. Wir haben heute nie zu unserem Spiel gefunden.“ Allerdings befand er den TuS-Sieg ein wenig zu hoch.

Tore: 1:0 Luca Frenzel (2.), 2:0 Jannick Peter (67.), 3:0 Benjamin Biet (82.).

SG Scharmbeck-P. – SV Lindwedel-Hope 2:3

Die SG lag nach 20 Minuten 0:2 hinten. Erst traf Sedat Talu per direktem Freistoß in die Torwart­ecke, dann folgte ein Scharmbecker Patzer im Spielaufbau, der Ball wurde schnell auf Erik Kappel durchgesteckt, und es stand 0:2.

„Lindwedel war erste Halbzeit überlegen“, gestand SG-Trainer Nicolas Ehricke. Erst in den letzten zehn Minuten bekam sein Team wieder Zugriff. Der Lohn: Nach Pass von außen von John Kassel erzielte Torben Riemer im zweiten Versuch den Anschlusstreffer kurz vorm Pausenpfiff.

„Die zweite Halbzeit waren wir dann klar am Drücker“, so der Coach. Sascha Damm steckte auf Merlin Freitag durch, der traf von links aus 13 Metern zum 2:2 ins lange Eck.
Dann der Schreckmoment, der zu einer längeren Unterbrechung führte: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld ließ Keeper Yannick Kochlin den Ball klatschen. Nach anschließendem Getümmel lag der Keeper mit einem Cut am Boden. Stark blutend wurde er nach der Erstversorgung auf dem Platz vom Krankenwagen abgeholt. „Nach ersten Infos geht es Yannick gut“, zeigten sich Coach und Team nach dem Spiel erleichtert.

Nach über 30 Minuten ging es weiter. „Hätten wir die Pause nicht gehabt, hätten wir gewonnen. Wir haben aber danach den Faden verloren“, sagte Ehricke. Nach Gelb-Rot war die SG sogar in Überzahl. „Dann kriegen wir ein dummes Gegentor.“ Lindwedel spielte den Ball in die Spitze, dort sprang der Ball an die Hand eines Scharmbecker Verteidigers. Pascal Zöller verwandelte den fälligen Strafstoß in der Nachspielzeit zum Gästesieg.

Tore: 0:1 Sedat Talu (15.), 0:2 Erik Kappel (20.), 1:2 Torben Riemer (43.), 2:2 Merlin Freitag (55.), 2:3 Pascal Zöllner (90./FE).

Von Karsten Schaar

Bezirksliga-Telegramm TV Schneverdingen –TSV Winsen 6:0 Als absolut verdient, auch in der Höhe, empfand TSV-Trainer Juval Karanikas die Pleite seiner Elf. Er notierte drei Tore nach Standards und drei Fehler im Spielaufbau. „Eigentlich haben wir alle Treffer selbst vorbereitet.“ Er stellte aber auch fest, dass die Einstellung fehlte. Neben der Höhe der Niederlage wurmt ihn, dass sich mit Lukas Cibis und Ahmed Abdurahman zwei Leistungsträger zusätzlich verletzt haben. Maik Steinwender im Tor verhinderte eine höhere Niederlage. Unter anderem parierte er beim Stand von 3:0 einen Elfmeter. Tore: 1:0 Erik Hindemith (11.), 2:0 Tarik Pepic (12.), 3:0 Patrick Filz (24.), 4:0 Niklas Günter (66.), 5:0 Jascha Goelitzer (69.), 6:0 Dennis Gräbnitz (79.). MTV Soltau –MTV Egestorf 0:0 „Wir müssen gegen den Spitzenreiter eigentlich gewinnen“, sagte Egestorfs Trainer Torsten Haase. Soltau schoss in der ersten Halbzeit nicht einmal auf das Egestorfer Tor. Dafür hatten Justus Schierz, Lucas Meyer und Ole Albers gute Gelegenheiten. In der zweite Halbzeit standen Albers und Meyer noch einmal frei vor dem Torwart. Tore: Fehlanzeige.