73 Menschen waren an Bord des Lastwagens. Quelle: Eric Gay/AP/dpa

Todeslastwagen mit Migranten in Texas: 47 von 53 Opfern identifiziert

San Antonio. Nach dem Fund eines Lastwagens mit Dutzenden toten Migranten im US-Staat Texas in der vergangenen Woche sind 47 der 53 Opfer identifiziert worden. 22 der Toten stammten aus Mexiko, 19 aus Guatemala und sechs aus Honduras, teilte das Gerichtsmedizinische Institut von Bexar County am Mittwoch mit.

Die Migranten waren am 27. Juni in dem zurückgelassenen Lastwagen am Rande von San Antonio gefunden worden. Der mutmaßliche Fahrer sollte am Mittwoch vor Gericht erscheinen. Unter den Toten seien je zwei Minderjährige aus Guatemala und Mexiko gewesen, teilte die Gerichtsmedizin mit.

Vier Personen festgenommen

Eine 20-jährige Überlebende aus Guatemala sagte der Nachrichtenagentur AP, die Schleuser hätten den Boden des Lastwagens mit etwas bedeckt, das sie für Hühnerbrühe in Pulverform hielt – offenbar um Hunde an Grenzposten zu verwirren.

An Bord des Lastwagens befanden sich 73 Menschen, als er entdeckt wurde. Nach Angaben der Behörden wurden einschließlich des mutmaßlichen Fahrers vier Menschen im Zusammenhang mit der grausigen Entdeckung festgenommen.

RND/AP