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Dorsten, Nordrhein-Westfalen: Ermittler der Wasserschutzpolizei stehen auf einem Schiff, dessen Führerhaus aufgrund einer Kollision beschädigt wurde. Quelle: Bernd Thissen/dpa

„Führerhaus wurde komplett zerstört“: Wesel-Datteln-Kanal für Schiffe nach Unfall gesperrt

Dorsten. Nach der Kollision eines Schubverbands auf dem Wesel-Datteln-Kanal mit einer Brücke in Dorsten ist die Schifffahrtsstraße im Norden des Ruhrgebiets weiter gesperrt. Auch die Brücke, die Teil der Bundesstraße 224 in Dorsten ist, sei nur stadtauswärts befahrbar, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bei dem Unfall in der Nacht zu Donnerstag war das Führerhaus des mit Kohle beladenen Schiffs nicht weit genug eingefahren und bei der Durchfahrt gegen die Brücke geprallt. Der Kanal gilt der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zufolge als einer der wichtigsten und verkehrsreichsten Schifffahrtskanäle Deutschlands.

Weiterfahrt des Schiffes war unmöglich

„Das Führerhaus wurde komplett zerstört“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Duisburg. Die Weiterfahrt des Schiffs sei unmöglich, auch die Brücke sei erkennbar beschädigt. Der 42-Jährige Schiffsführer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Er kam in ein Krankenhaus.

Ein Sprecher der Feuerwehr in Dorsten erklärte, das Führerhaus sei komplett abgerissen worden. „Es lag auf dem Deck“. Der Wesel-Datteln-Kanal verbindet den Rhein mit dem östlichen Ruhrgebiet. Das Niedrigwasser auf dem Rhein hat auf den Wasserstand des Kanals keinen Einfluss.

RND/dpa